1.Frauen von Blau-Weiß verlassen Wilmersdorf leider ohne Punkte!

Nach dem schwierigen Start in die zweite Saisonhälfte sollte im zweiten Spiel eigentlich alles besser laufen. Bis zur Mitte der ersten Halbzeit sah es auch danach aus, als hätte man sich gefangen und würde die Partie selbstbewusst dominieren, doch leider hielt diese Phase nicht an und man musste sich beim BSV am Ende mit einem 30:25 geschlagen gebenund konnte keine Punkte holen. Damit rutschen die Tempelhoferinnen nun auch erstmals auf Platz 2 der Tabelle hinter den BVB, der im Prenzlauer Berg 2 Punkte gegen die SG Rotation erspielte. Der Abstand nach oben und unten beträgt nun jeweils 1 Punkt, also bleibt es spannend und alles ist nach wie vor drin.

Die Besetzung war wie in der vergangenen Woche mit 12 Spielern gut, wenn auch der ein oder andere etwas angeschlagen war. Mit dem ersten Tor nach gut 30 Sekunden durch Ali glückte auch der Start in die Partie und man konnte sich nach einem kurzen Kopf-an-Kopf-Rennen ab Minute 6 auch zunehmend absetzen. Vor allem der Rückraum mit Chrissi, die Mitte mit Ali und die Außenposition mit Malinja konnten sich gut durchsetzen, das Tempo auf dem Spielfeld war hoch und man spürte den Willen der Mannschaft den Sieg zu holen. Auch der Gegner schlief nicht und konnte vor allem über den Rückraum immer wieder Tore erzielen, doch Blau-Weiß gelang es sich bis zur 18. Minute mit 4 Toren abzusetzen. Was dann folgte, ist leider nicht ganz nachvollziehbar. Plötzlich verfiel man wieder in alte Muster, die Konzentration ließ nach, Fehler schlichen sich ein und der Kampfeswille war bei einigen wie verflogen. Der BSV schaffte es in nur 3 Minuten den Ausgleich zu erzielen und ein Klima zu schaffen, dass mehr einer Hetzjagd als einem schönen Spiel glich. Die 1. Frauen mussten sich nun wieder mit jedem Angriff um den Ausgleich bemühen und schafften es mit Ach und Krach mit einem Unentschieden in die Kabine.

Die zweite Halbzeit startete leider so wie die erste begonnen hat. Schnell legte der BSV vor, was eher die Verunsicherung als den Kampfeswillen nährte. Vor allem im Angriff konnte man die Bälle nicht mehr gut genug platzieren und nur noch jeder 3. Torwurf führte zum Erfolg. Andersherum schaffte der BSV es immer wieder sich insbesondere mit dem Rückraum durchzusetzen und sich damit langsam einen Vorsprung zu erarbeiten. Glück im Unglück war die konsequente Ahndung der zunehmenden Härte des Gegners durch den Schiedsrichter, der allein in der zweiten Halbzeit sieben 7-Meter-Strafen pfiff, die Tanja alle souverän verwandeln konnte und damit das Punktekonto von Blau-Weiß immer wieder aufstockte. Leider schaffte man es aber auch damit nicht mehr das Blatt zu wenden. Näher als auf zwei oder drei Tore schaffte die 1. Frauen es nicht mehr an den BSV heran, der sich in den letzten 10 Minuten dann noch weiter absetzte und am Ende das Spiel deutlich mit 30:25 für sich entscheiden konnte.

Der Spielverlauf spiegelt in keinster Weise die Fähigkeiten der Mannschaft wieder und sollte nicht als maßgebend für die nächsten Partien gesehen werden. Ziel muss es jetzt sein, zu alter Stärke zu finden und am Wochenende durchzuziehen, was man die erste Viertelstunde des vergangenen Spiels gesehen hat – Siegeswillen, Schnelligkeit, Flexibilität. Pro Sport wird motiviert sein die Niederlage der Hinrunde auszugleichen, umso mehr müssen unsere Fans auf der Tribüne gemeinsam mit der Mannschaft, sowohl auf dem Feld als auch auf der Bank, dazu beitragen die Spannung hochzuhalten und die Punkte vor gewohnt heimischer Kulisse in der Kolonne für Blau-Weiß zu sichern.

Ein besonderer Dank soll an dieser Stelle noch an Tanja gehen, die mit dem Spiel gegen den BSV zunächst ihr letztes Spiel vor ihrer wohlverdienten Pause (zum Wohle des Handball-Nachwuchses ;)) bestritten hat und nochmal gezeigt hat, dass sie neben ihren Qualitäten im Rückraum vor allem als 7m Garantin gilt und mit 87,5% Trefferquote zurecht auf Platz 2 der 7m-Statistik der Liga steht.

Die Spielstatistik wird angeführt von Tanja mit sieben 7-Meter-Treffern, gefolgt von Chrissi mit 6 Toren und Ali, sowie den Außen Malinja, Claudi, Ruth und Jana mit jeweils 2 Toren.