10 Minuten kosten den Sieg

10 Minuten kosten den Sieg
Spvg. Blau-Weiß 1890 vs. Ludwigsfelder HC 24:30 (10:13)
Am Samstagabend gastierte mit dem Ludwigsfelder HC eines der absoluten Topteams der Liga in der Kolonnenfestung. Gegen den Zweitplatzierten wollten die Männer von Headcoach Sparke unbedingt den zweiten Saisonsieg einfahren und sich somit etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen. Doch erneut machte man die Rechnung ohne die typischen „blau-weißen 10 Minuten“, die schon so häufig den Sieg gekostet haben. Diesmal leisteten sich die Tempelhofer in der Schlussphase den kollektiven Blackout, sodass 50 Minuten guter Handball mal wieder nicht belohnt wurden.
Dabei verlief die Anfangsphase ganz nach dem Geschmack der Gastgeber. Ludwigsfeldes Neuzugang Gohl setzte einen 7-Meter am Tor vorbei, auf der Gegenseite knüpfte Niklas Schewetzky nahtlos an seine gute Leistung vom vergangenen Wochenende gegen Lichtenrade und traf aus dem Rückraum zum 1:0. Bis zum 5:4 in Minute 14 konnte dieser Vorsprung gehalten werden, danach zog der Gast aus der Autobauerstadt das Tempo gehörig an. Besonders Nico Wiede und Florian Storm zeigten ihre individuelle Klasse und trugen mit jeweils drei Treffern maßgeblich zur Halbzeitführung des LHC bei.
Nach Wiederanpfiff zeigten die Gastgeber Moral und schafften es, den Rückstand Stück für Stück zu egalisieren. Bis zur 43. Minute dauerte es, ehe wieder mal Schewetzky sr.einnetzte und somit erneut auf null stellte. (17:17) Die nächsten 10 Minuten waren ein offener Schlagabtausch. Ludwigsfelde legte vor, Blau-Weiß zog nach. Insgesamt vier Mal hintereinander schlug der Ball jeweils auf beiden Seiten im Tor ein. Wie auch schon in Loitz zeigten die Tempelhofer Moral und schafften es, sich von einem Rückstand nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Aber wie auch schon in Loitzkonnte sich Blau-Weiß für diese Moral nicht belohnen. Dabei hielt man nach dem 22:21 von Alex Pietsch alle Trümpfe in der Hand. Doch ein Negativlauf von 2:9 innerhalb der letzten zehn Minuten machte die Hoffnungen auf einen doppelten Punktgewinn zu Nichte.
Unterm Strich steht auf Grund der schwachen Schlussphase eine verdiente Niederlage, die eventuell ein paar Tore zu hoch ausfiel. Trotzdem kann man erhobenen Hauptes aus der Partie gehen, hatte man den Topfavoriten aus Ludwigsfelde 50 Minuten am Rande einer Niederlage. Das nächste Spiel findet erst in zwei Wochen in Spandau statt. Bei den Volkssportlern müssen die Tempelhofer eine genauso couragierte Leistung wie gegen den LHC auf die Platte bringen, um mit zwei Punkten wieder Anschluss an das Tabellenmittelfeld herzustellen. Die M1 dankt mal wieder den Fans und hofft auch beim Derby in zwei Wochen auf lautstarke Unterstützung.
Für Blau-Weiß spielten:
Zieschank, Lynch (beide TW), Warnst (1), Jobs (2), Nedic, Schewetzky, J (4), Reichwald (3), Krey, Pietsch (2), Büttner (6/3), Schewetzky, N (6)