Erfolgreicher Start der mA in die neue Oberliga-Saison

Nach drei Jahren Abstinenz für unsere männliche Jugend A dürfen wir uns in der nun begonnenen Spielzeit wieder überregional messen und hatten zum Auftakt die Stiere aus Schwerin zu Gast. Auf Grund einer Havarie in der Nähe der Schweriner Heimstätte wurde kurzfristig das Heimrecht getauscht. Wir waren darauf eingestellt, gleich einen der Staffelfavoriten vor der Brust zu haben – waren die Stiere doch in der landesinternen Vorqualifikation zur Bundesliga nur hauchdünn am Rivalen aus Rostock gescheitert, der dann wiederum souverän und ungeschlagen das anschließende Qualifikationsturnier in Cottbus gewann. Schwerin verzichtete jedoch gegen uns auf eine ganze Reihe von Leistungsträgern, die am Samstag stattdessen für ihre Männerteams im Einsatz waren.

Nichtsdestotrotz konnten die Gäste eine physisch sehr präsente und mindestens ebenbürtige erste Sieben aufbieten, die die ersten Minuten in der Abwehrarbeit direkt nutzte, um sich Respekt zu verschaffen. Schwerin waren die ersten beiden Tore vergönnt während sich unsere frühen Angriffsbemühungen fahrig gestalteten. Insgesamt war der komplette erste Spielabschnitt von den jeweiligen Defensivreihen dominiert, die wenig zuließen. Die anfängliche Führung der Gäste (0:2) konnte gedreht werden. Beim Stand von 3:3 in Minute 9 war zuletzt ein Unentschieden auf der Anzeigetafel zu vernehmen. Fortan verstanden wir es mit viel Geduld einen Vorsprung zu erarbeiten, der bis zur Halbzeit auf 11:5 anwuchs. Auch die Abwehrumstellung von Schwerin fruchtete zu diesem Zeitpunkt nicht.

Dass wir auch das nötige Quäntchen Fortune am Samstag auf unserer Seite hatten, zeigte sich dann gleich im ersten Angriff des zweiten Spielabschnitts, den wir mit drohendem Zeitspiel im Nacken via Kempa erfolgreich abschlossen. Schwerin stellte die Deckung nun um ein weiteres Level offensiver, wodurch das mannschaftstaktische Spiel zunehmend durch die Kleingruppenarbeit abgelöst wurde. Hier spielte uns in die Karten, dass die im Schnitt ein Jahr jüngeren Gäste über die ganze Kaderbreite betrachtet physisch etwas das Nachsehen hatten und mit zunehmender Spieldauer vielleicht auch etwas den Glauben verloren. Was die Abwehrarbeit anging, taten wir es ihnen gleich und schalteten ebenfalls einen Gang zurück. So wurde die zweite Halbzeit sehr viel torreicher aber nicht mehr wirklich spannend. Beim Stand von 28:18 ertönte die Schlusssirene.

Ein erfreulicher Auftakt für uns – samt zwei vorher nicht wirklich eingeplanten Punkten. Blenden lassen sollten wir uns davon nicht. Im Rückspiel – mit Kleber und ggf. auch mit einer um einige Leistungsträger reicheren Schweriner Mannschaft – werden wir uns gewaltig strecken müssen, um in die Nähe des Punktgewinns zu robben. Was für die näherliegenden Aufgaben Mut macht, ist die bereits sehr solide Deckungsarbeit, die unsere neuformierte Truppe aufs Parkett bringen konnte. Die wird erneut nötig sein, wenn man in der kommenden gegen Wildau/Lichtenrade bestehen will.