M1 – Heftige Niederlage auf Usedom

M1 – Heftige Niederlage auf Usedom
HSV Insel Usedom vs. Spvg. Blau-Weiß 1890 – 35:24 (18:13)
Am Anfang überrannt worden, dann gut mitgehalten und am Ende eingebrochen. Anhand dieser drei Schlagworte kann man den blau-weißen Ausflug nach Usedom ganz gut beschreiben. Dabei sollte genau dieser Spielverlauf eigentlich verhindert werden. Nach Usedoms Unentschieden vergangenen Samstag in Lichtenrade wollten die Männer von Coach Sparke mit einem kühlen Kopf in die Partie gehen und sich vom Usedomer Handballexpress auf keinen Fall direkt in der Anfangsphase überrollen lassen.
Leider konnte Blau-Weiß diese Vorgaben nicht in die Tat umsetzen. Keine Durchschlagskraft im Angriff, dazu noch Probleme im Rückzugsverhalten, 0:4 nach drei Spielminuten. Folgerichtig nahm Sparke direkt mal die erste Auszeit. Diese trug Früchte, im Angriff wurde nun konzentrierter agiert und auch die Abwehr fand besseren Zugriff auf die starke Usedomer Achse mit Glende, Wicht und Nowomiejski. Trotzdem konnte man wie schon so häufig die technischen Fehler nicht wirklich abstellen und der Gastgeber von der Insel wurde immer wieder zu einfachen Toren eingeladen. Bis zur Halbzeit konnten die Gäste aus Tempelhof den Abstand zwar halten, die große Aufholjagd blieb aber aus.
In der zweiten Halbzeit zeigte sich dem Publikum in der Pommernhalle ein ähnliches Bild. Usedom agierte teilweise souverän, zeigte aber auch ein paar Unsicherheiten. Blau-Weiß schaffte es aber dennoch nicht, die Fehler des Gegners in etwas Zählbares umzusetzen. Es entwickelte sich ein recht zerfahrenes Spiel, bei dem keins der beiden Teams große spielerische Akzente setzen konnte. In der Schlussphase mussten die Gäste dann dem Umstand Tribut zollen, dass man seit Minute eins einem Rückstand hinterher gelaufen ist. Die Fehler im Angriff häuften sich und auch hinten ließ man die Insulaner gewähren, die nun ihre zweite Garde aufs Feld schickten und sich Tor um Tor bis zum Endergebnis von 24:35 aus Sicht der Berliner absetzten.
Eine Niederlage auf Usedom war zwar zu erwarten. Trotzdem ging man irgendwie mit dem Gefühl aus der Partie, dass mehr drin gewesen wäre. Keine verschlafene Anfangsphase, weniger technische Fehler im Angriff, schon hätte der Spielverlauf anders aussehen können. Trotzdem steht unterm Strich ein verdienter Sieg für die Gastgeber, der am Ende eventuell ein paar Tore zu hoch ausgefallen ist. Am nächsten Samstag steht das nächste wichtige Spiel an, es geht gegen den MTV aus Altlandsberg, diesmal wieder in der altehrwürdigen Kolonnenfestung. Die M1 hofft wieder auf lautstarke und zahlreiche Unterstützung der Fans.