Am vergangenen Samstag konnte die 1. Herrenmannschaft der Spvg. Blau-Weiß 1890 endlich den zweiten Sieg in dieser Saison einfahren. Leidtragender war mal wieder der Handball Club aus dem Spreewald, der im Hinspiel in der Kolonnenfestung ordentlich unter die Räder gekommen war. Dass es dieses Mal aber eine ungleich schwierigere Aufgabe wird, war allen Beteiligten schon im Vorfeld klar. In die Karten spielte den Viehstädtern dann aber das Verletzungspech der Gastgeber, die unter anderem auf ihre Wurfmaschine Pascal Freund verzichten mussten.

Im Verlauf der ersten Hälfte konnte man aber noch keinen nennenswerten Leistungsunterschied erkennen. Blau-Weiß legte zwar ein ordentliches Tempo vor und führte nach gut sieben gespielten Minuten schon mit drei Toren. Durch die ein oder andere vergebene Hundertprozentige ließ man den Gegner aber wieder ins Spiel kommen. Die Gäste profitierten in dieser Phase mal wieder von ihrem Tempospiel und kamen über die zweite Welle zu Torerfolgen. Die Spreewälder zeigten sich vor heimischem Publikum aber kämpferisch und hielten den Abstand bis zur Halbzeit bei einem Zähler.

Nach der Pause sahen die Zuschauer im „Blauen Wunder“ ein ähnliches Bild wie in Durchgang eins. Blau-Weiß zog auf drei Tore davon, Spreewald ließ sich aber nicht abschütteln und konnte zehn Minuten vor Schluss auf ein Tor verkürzen. Die Gäste behielten aber kühlen Kopf und legten direkt wieder nach. Im darauffolgenden Angriff konnte Nico Zieschank im Tor einen Strafwurf vom Gegner parieren, zudem handelte sich der Spreewälder Kapitän Nils Werner die dritte Zeitstrafe ein und konnte das Geschehen nur noch vom Kabinengang aus betrachten. Diese Schwächung nutzen die Tempelhofer eiskalt und zogen bis kurz vor Schluss auf sieben Tore davon.

Die zwei gewonnenen Punkte sind doppelt wichtig, da man Punkte gegen direkte Konkurrenten in die Abstiegsrunde mitnimmt. Nun heißt es bereits kommenden Freitag (20:30 Uhr) im Heimspiel gegen Lübbenau nachzuziehen, um sich weitere Punkte für die Play-Offs zu sichern. Ein Dank geht mal wieder an die mitgereisten Zuschauer. Besonders der Block des SSV Stahl Rietschen, mit denen Blau-Weiß eine langjährige Fanfreundschaft pflegt, stach dabei durch Lautstärke und vollem Einsatz von der Tribüne, trotz manch wichtiger privater Verpflichtung, heraus.

Für Blau-Weiß spielten:

Zieschank, Thieße (beide TW), Warnst (1), Rohrbeck, Jobs (5/3), Müller, Schäper (6/3), Ostach (5), Schewetzky (5), Krist (2), Sielaff (1), Rückwart, Kern (1), Büttner (3)