M1 – Niederlage gegen Grünheide

Es sollte endlich mal wieder ein Sieg her. Das letzte Mal konnten die Männer vom Trainerduo Sparke/Witt am 17.11.2018 gegen den HC aus Ludwigsfelde doppelt punkten. Zudem hatte man nach der deutlichen Hinspielniederlage gegen Grünheide noch eine Rechnung offen, als Blau-Weiß nach einer ordentlichen ersten Hälfte völlig den Faden verlor und sich am Ende mit elf Toren geschlagen geben musste. Dieses Mal lief es genau anders rum. Einer schwachen ersten Hälfte ließen die Gastgeber in der Kolonnenfestung eine couragierte Leistung in Halbzweit zwei folgen. Dass es am Ende doch nicht zum Punktgewinn reichte, lag an Kleinigkeiten.
Doch der Reihe nach. Bis zum 4:4 konnte Blau-Weiß die Partie noch ausgeglichen gestalten. Danach ließ man sich im Angriff aus dem Konzept bringen und auch die Deckung fand keinen Zugriff mehr auf den starken Büttner, der mit seiner Torgefahr viele Chancen für seine Farben kreierte. Über 5:10, 10:15 zog Grünheide bis auf sechs Tore zur Halbzeit davon (11:17). Nach Wiederanpfiff zeigte Blau-Weiß dann aber sein gewohntes Gesicht. Hinten wurde endlich aggressiv gedeckt und aus dem Verbund wurde der Ball mit Tempo nach vorne getragen, sodass man zu einfachen Toren kam. So konnten die Gastgeber den Rückstand innerhalb von acht Minuten auf zwei Tore verkürzen (18:20). Eine Zeitstrafe gegen Pietsch brachte Grünheide aber wieder ins Spiel und die Gäste zogen auf fünf Tore davon (19:24 44.). Nach der roten Karte gegen Schwiderski, die unter die Kategorie „Kann man geben, muss man aber nicht“ fällt, ging Grünheide aber nach und nach die Luft aus. Blau-Weiß witterte Morgenluft und kämpfte sich Tor um Tor heran. Bis zur 58. Minute mussten die heimischen Fans warten, ehe Neuzugang Maurice Zerbe mit einem feinen Heber von außen wieder auf Unentschieden stellte. Das Tor stellte auch gleichzeitig den Auftakt von zwei dramatischen Schlussminuten dar, die Blau-Weiß nach einer Zeitstrafe gegen Jobs in Unterzahl bestreiten musste. Doch Grünheide ließ die Chance auf die Führung liegen, Zieschank hielt stark gegen den frei zum Wurf kommenden Kreisläufer. Nun waren die Gastgeber am Zug, die in Unterzahl aber keine wirkliche Chance herausspielen konnten. Zudem fehlte an diesem Samstagnachmittag noch das Wurfglück und der letzte Ball aus dem Rückraum landete an der Latte. Den darauffolgenden Angriff spielte Grünheide eiskalt aus und Ackermann traf zum 26:27 Endstand.
Unterm Strich steht eine denkbar knappe, aber trotzdem nicht unverdiente Niederlage. Gegen ohnehin schon ersatzgeschwächte Gäste konnte man auch trotz zwei Platzverweisen für den Gegner nicht das gewohnte Spiel aufziehen und ließ sich vor allem in Halbzeit eins zu oft in der Abwehr überrumpeln. Nun heißt es Wunden lecken und Köpfe hoch, um in zwei Wochen beim Auswärtsspiel gegen Loitz endlich wieder zu punkten.