M1 – Niederlage in Stralsund

M1 – Niederlage in Stralsund
Stralsunder HV – Spvg. Blau-Weiß 1890 36:24 (16:12)
Am Samstagabend stand für die erste Vertretung der Spielvereinigung Blau-Weiß 1890 die nächste hohe Auswärtshürde an. Gastgeber war niemand geringeres als der frisch gekrönte Tabellenführer aus Stralsund. Der SHV konnte durch einen knappen Derbysieg letztes Wochenende gegen Usedom erstmals in dieser Saison von der Tabellenspitze grüßen. Die Tempelhofer wollten nach dem torarmen Unentschieden gegen Preußen vor allem in der Offensive eine Schippe drauflegen, gegen die massive Abwehr der Stralsunder wahrlich keine leichte Aufgabe. Trotzdem traten die Männer vom Trainerduo Sparke/Witt die lange Busfahrt keinesfalls an, um Gastgeschenke zu verteilen.
Diese Einstellung wurde auch gleich mal in der ersten Minute deutlich. Durch gute Beinarbeit zwang man den Gegner zu einem technischen Fehler, Büttner ließ sich nicht zweimal bitten und verwertete den Konter zum 1:0 aus Sicht der Gäste. Danach wachte der Tabellenführer auf und markierte mal eben vier Treffer in Folge. Wäre man vergangene Saison angesichts solch eines Fehlstarts eventuell schon nach der Anfangsphase komplett eingebrochen, zeigten die Blau-Weißen dieses Mal Kampfgeist. Die Abwehr stellte sich gut auf den Positionsangriff der Gastgeber ein und auch im Angriff ging man nun konzentrierter zu Werke. Zwar konnte Stralsund bis zur 27. Minute einen 7-Tore Vorsprung herauswerfen, diesen konnten die Tempelhofer bis zur Pause aber noch auf vier Tore verkürzen.
Nach der Halbzeit ging die Aufholjagd weiter. Stralsund leistete sich ungewohnte Fehler im Angriff, Blau-Weiß nutze diese Fehler und holte Tor um Tor auf. In der 37. Minute stand es auf einmal nur noch 18:17 für die Gastgeber. Mit etwas mehr Glück im Abschluss hätte sogar der Ausgleich herausspringen können, stattdessen schlichen sich wieder unnötige Fehler in das Angriffsspiel der Blau-Weißen. Was es bedeutet, wenn man sich zwei schlechte Phasen gegen das Spitzenteam der Oberliga leistet, bekamen die Gäste dann in den folgenden Minuten zu spüren. Sieben Tore in Folge brachen Blau-Weiß das Genick und bescherten dem Gastgeber dann einen doch sehr deutlichen Heimsieg.
Im Endeffekt war es ein verdienter Sieg für den Tabellenführer. Allerdings ist im Vergleich zu letzter Saison eine klare Entwicklungskurve zu sehen. Hätte man sich die zweite schlechte Phase in Durchgang zwei nicht geleistet, wäre bestimmt einiges mehr drin gewesen. Nun muss der Fokus aber voll und ganz auf dem nächsten Heimspiel in der altehrwürdigen Kolonnenfestung liegen. Zu Gast ist der Liganeuling SV 63 Brandenburg-West, der am vergangenen Wochenende eine herbe Auswärtsschlappe beim Mitaufsteiger aus Tegel hinnehmen musste.
Für Blau-Weiß spielten:
Zieschank, Lynch (beide TW), Warnst, Swientek (1), Schäper (4), Schewetzky, J. (4), Reichwald (3), Krey (3/1), Pietsch (8), Büttner (1), Schewetzky, N.