M1 – Unentschieden gegen Preußen

M1 – Unentschieden gegen Preußen
Abwehr zu gut, oder Angriff zu schlecht? Diese Frage stellte sich der ein oder andere Zuschauer am Freitagabend besonders in der ersten Halbzeit. Beiden Mannschaften war das Fehlen ihrer Haupttorschützen anzumerken. Auf blau-weißer Seite mussten die Schewetzky-Brüder verletzungsbedingt passen, bei den Adlern aus Lankwitz machte sich besonders das Fehlen von Rückraumshooter Hanisch bemerkbar. Trotzdem war in beiden Teams noch genug Qualität für ein ordentliches Oberliga-Derby vorhanden.
Sowohl die Tempelhofer als auch die Lankwitzer konnten am vergangenen Wochenende einen Sieg feiern. Dementsprechend hoch war die Erwartungshaltung auf beiden Seiten, wollte man sich mit zwei weiteren Punkten noch etwas mehr Luft auf die Abstiegsränge verschaffen. Diesen Schwung konnten allerdings nur die blau-weißen mit in die Anfangsphase nehmen. Die Abwehr stand, Zieschank hielt stark und vorne gingen ein paar Bälle rein. So stand es 4:1 nach elf Spielminuten. Wer sich dachte, dass die Partie nun so richtig Fahrt aufnimmt, sah sich aber getäuscht. Vorne fehlte die Durchschlagskraft im Rückraum und hinten bekamen die Gastgeber Max Bachmann nicht wirklich in den Griff. So wurde das Kunststück vollbracht in den restlichen 19 Minuten nur noch ein Tor zu werfen. Da sich bei Preußen die Angriffsbemühungen lediglich auf eine One-Man-Show von Bachmann konzentrierte, gingen die Kontrahenten mit dem legendären Halbzeitergebnis von 5:6 in die Kabine.
Nach Wiederanpfiff kam dann endlich mehr Tempo ins Spiel und es wurde das erhoffte Derby. Beide Mannschaften gingen in Führung, keine konnte sich auf mehr als zwei Tore absetzen. Bis zum 15:15 fünf Minuten vor Schluss sah keins der beiden Teams wie der sichere Sieger aus. Zwei schnelle Tore brachten die Gäste aus Lankwitz auf die Siegerstraße. Doch dass an diesem Abend alles möglich war zeigte die letzte Spielminute. Erst traf Schäper aus dem Rückraum zum 16:17. In der darauf folgenden Manndeckung klaute Sretenovic dem Preußener Nitzsche den Ball und wurde von diesem dann regelwidrig zu Fall gebracht. Da dieser aber nicht sofort den Ball rausrückte und somit den schnellen Konter für die Gastgeber unterband, entschieden die Schiedsrichter auf Rot für Preußen und Strafwurf für Blau-Weiß. Fünf Sekunden vor Schluss hieß das Duell also Krey gegen Groenendijk. Krey behielt aber die Nerven und traf für Blau-Weiß zum umjubelten Ausgleich.
Weiter geht es für Blau-Weiß erst in zwei Wochen gegen Stralsund. Dazwischen steht allerdings noch das Pokalspiel gegen die eigene Reserve an. Die M1 bedankt sich mal wieder bei den Fans für die lautstarke Unterstützung und hofft auch gegen Stralsund auf einige Auswärtsfans. Beim letztjährigen Meister haben die Tempelhofer noch einiges gutzumachen.
Für Blau-Weiß 90 spielten:
Zieschank, Lynch (beide TW), Warnst, Swientek, Sretenovic, Jobs (2), Schäper (5), Pietsch (4), Zerbe, Reichwald, Krey (4/3), Nedic (1), Büttner (1)