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mA: BFC Preussen vs SG TMBW 23:23 (11:13)

Sonntagnachmittag in Lankwitz – das erste Auswärtsspiel der noch jungen Saison stand an. Gegen Preussen mussten wir gegenüber der Vorwoche auf den verletzten Luca und kranken Jonas verzichten. Luxusprobleme im Vergleich zum Gastgeber, der nur acht Akteure aufs Protokoll bringen konnte. Kein Anlass aber die Südwestberliner zu unterschätzen. Die Adler stellen eine sehr homogene und erfahrene Truppe, die nur unangenehm zu bespielen ist.

Die Anfangsphase gestaltete sich sehr ausgeglichen. Die Gastgeber legten stets ein Törchen vor, das wir regelmäßig egalisieren konnten. Unsere Deckung stand wie schon in der Vorwoche gut und bot den agilen Adlern nur wenig Räume. Dafür fand unser Torhüterduo leider (über die fast gesamte Partie) nicht wirklich in das Spiel. Gegen Mitte der ersten Hälfte konnten wir die Abschlussquote und die Konsequenz unseren Offensivvortrages ein wenig steigern und uns das kleine Pölsterchen zum Pausentee erarbeiten (11:13).

Nach Wiederanpfiff hielt der Abstand zunächst bis zum 16:18. Dann gerieten wir in eine ganz schwache Phase im Angriff, in der gar nichts mehr stimmte. Zu wenig Laufbereitschaft, Abschlüsse aus wenig aussichtsreichen Positionen – der Faden riss so richtig ab. Das Momentum auf ihrer Seite starteten die Adler einen 5:0 Lauf und stellten das Ergebnis auf 21:18. Von hier an können wir dem Team dann wieder vorbildlichen Einsatz attestieren. Ohne genommene Auszeit und mit lediglich geringen personellen Veränderungen zogen die Jungs den Kopf nochmal aus der Schlinge, glichen schließlich zum 23:23 aus und hatten sogar noch die Gelegenheit, den Siegtreffer zu erzielen. Der letzte Abschluss scheiterte aber am dominierenden Mann des zweiten Abschnitts – Preussenkeeper Felix Saade.

So verbleiben gemischte Gefühle. Der doppelte Punktgewinn wäre – blenden wir die Minuten 45-55 mal aus – möglich und nicht unverdient gewesen. Am Ende können wir aber auch froh sein, dass es den Gastgebern nicht gelang, die zwischenzeitliche 3-Tore-Führung ins Ziel zu retten. Kompliment trotzdem an die Preussen, die aus ihrem Minikader echt alles rausgeholt haben.

Dass die Mannschaft noch nicht in der Lage ist, die Halbzeitführung gegen einen Gegner, der keine Impulse von der Bank bringen kann, runter zu spielen, ist angesichts des noch frühen Zeitpunkts in unserer gemeinsamen Entwicklung völlig in Ordnung. Wir haben wieder einige Baustellen ausfindig machen können, an denen es in den spielfreien Oktobermonaten zu arbeiten gilt. Vorher erwartet uns am nächsten Sonntag noch das Duell gegen die SG Narva. Gegen den Staffelfavoriten, der bislang souverän durch die Spieltage manövrieren konnte, können wir ganz befreit aufspielen.