Der Pokal hat seine eigenen Gesetze oder seine eigenen Teams ;-)! Nach Zulosung des Oberligaabsteigers SG NARVA für unsere M3/Ü32 im Pokal war für die Verantwortlichen klar, wir treten an, aber nur wenn wir einen quantitativ und qualitativ konkurrenzfähigen Kader auf die Platte schicken können. Nach wochenlangen Casting fand sich am gestrigen Abend eine bunte Mischung der Spielberechtigtenliste aller Alters- und Teamklassen wieder.

Allen Beteiligten war klar, dass wir nur eine Chance haben werden, sofern hinten Beton angerührt wird und wir möglichst das Konterspiel der jungschen Leuchten aus dem Friedrichshain unterbinden bzw. selber den ein oder anderen Konter über unseren Turboläufer Timon T. einnetzen können.

Wir kamen sehr gut aus den Startlöchern ließ man aus dem Rückraum quasi nichts zu, nur der starke Rechtsaußen der Narvaristi netzte verlässlich ein, und vorne wurden die Chancen gut genutzt, so dass wir uns schnell auf 5:2 absetzen konnten. Leider scheiterten wir nun vermehrt am guten gegnerischen Keeper Kozik und ließen uns von der Linie des Unparteiischen ablenken.
Die SG Narva kam nun wesentlich besser ins Spiel und schafft es sich kurz vor Halbzeit erstmalig auf drei Tore (9:12) abzusetzen. Beim Stand von 10:12 ging es in die Kabinen.

Angesichts der Tatsache, dass zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere gute Chancen liegen gelassen haben war das Zwischenergebnis durchaus erfreulich und es war noch alles möglich. Die Abwehr stand wie eine Wand und die Narvaristi mussten sehr viel Aufwand betreiben für Ihre Tor.
Die Ansage von Coach Viehstädt war klar, weiter Beton anrühren und mit viel Beinarbeit in der Abwehr Ballgewinne generieren und dann die eigenen Chancen besser nutzen. An die „jungschen“ Hüpfer im Rückraum weiter die Maßgabe… „Wir haben Zeit im Angriff!“. Außerdem wurde Geduld angemaht egal wie das Spiel verläuft, wir nochmal die Chance auf den Ausgleich bekommen und wenn es erst in den letzten Minuten sein wird, aber dann müssen wir sie nutzen!

Aber bevor die zweite Halbzeit starten konnte kam es zum ersten inoffiziellen Einsatz des VAR! Was war geschehen?
Die SG NARVA gewann zar die Wahl der Seite vor dem Spiel, warf allerdings auch an, daraufhin wollten verständlicherweise wir in der zweiten Halbzeit anwerfen…
Nach einigen Zwiegesprächen zwischen dem SR und den MVs beider Teams wurde auf die Videoaufnahme des Spiels verwiesen und mit einiger Veerzögerung konnte gestartet werden – mit Anwurf BW90! Es sollte nicht die letzte Unterbrechung gewesen sein…

Die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit liefen ausgeglichen beide Teams netzen regelmäßig und nahezu im Gleichschritt ein und der Schiedsrichter blieb seiner eher auswärtsteamfreundlichen Linie treu. Nachdem wir Sportsfreund Strack bereits verletzungsbedingt in der ersten Halbzeit verloren musste in der 42. Minute Sportsfreund Sretenovic mit Rot berechtigterweise das Feld verlassen. Doch nun folgte unsere stärkste Phase. Bei Stand von 19:19 konnten wir erstmalig wieder ausgleichen und die Partie war nun völlig offen, leider oder zum Glück kam es beim Stand von 20:20 mal wieder zu einer längeren Unterbrechung, da Kampfgericht und Schiedsrichter unterschiedliche Spielstände vorwiesen nach minutenlangem hin und her zwischen allen Offiziellen Beteiligten ging dann doch beim Spielstand 20:20 weiter (Anmerkung der Redaktion. Der wirklich korrekte Spielstand) und nicht mit 19:20 wie der SR auf seiner Karte notiert hatte).
Offensichtlich konnte unsere Mannen mit dieser Pause besser umgehen, denn nun folgte ein 4:0 Lauf! Des Öfteren im Zeitspiel befindlich wurden die richtigen Entscheidungen getroffen und auch mit dem nötigen Glück eingenetzt. Noch fünf Minuten jetzt die Ruhe bewahren und schön runterspielen, aber nicht mit Einsatzleiter Niklas S. Brust an Burst stehend kam es zum unaufgeforderten Brustumgangsvergleich mit dem gegnerischen Spieler! Ergebnis: Vergleich klar gewonnen, aber auch ganz clevere zwei Minuten auf der Bank beim Spielstand von 21:24 und noch 3,5 Minuten zu spielen.
Zum Glück ließen wir uns davon nicht beirren und brachten das Ergebnis mit dem letzten Treffer von Emme unter Jubel mit 27:23 sicher nach Hause.

Wir freuen uns über eine weitere Runde im Pokal, mal sehen wohin die Reise geht und wer das nächste Mal auf dem Feld steht…es gibt noch stille Reserven.

Das Pokalteam bedankt sich bei den anwesenden Zuschauern für die Unterstützung und das Team freut sich über eine Bierfrevelkiste von Sportsfreund Sretenovic!