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Punktspiel: Spannend bis zur letzten Sekunde – 1. Frauen von Blau-Weiß retten einen Punkt und werden damit Herbstmeister!

Von Beginn an war klar, dass würde kein langweiliges und kein leichtes Spiel werden gegen den Zweitplatzierten Berliner TSC.Nach dem Verlust von zwei Punkten in der Woche zuvor gegen BVB, wähnte der Gegner eine klare Chance die vermeintliche Schlappe der 1. Frauen von Blau-Weiß zu nutzen und sich den Sieg zu holen. Das Spiel war von der ersten bis zur letzten Sekunde sehr schnell, nervenaufreibend und der Ausgang bis zum Abpfiff unklar. Trotz Durststrecken im Spielverlauf retteten die 1. Frauen dann mit einem Spielstand von 23:23 einen wichtigen Punkt und konnten sich dank der Ausgänge der weiteren Partien an diesem Wochenende mit 2 Punkten Abstand verdient zum Herbstmeister krönen.

Mit 12 Spielern war der Kader zwar nicht voll, aber dennoch stark besetzt. Der Gegner zeigte schon in der ersten Minute, dass dies kein Spiel für Lauffaule werden sollte und legte mit dem 1. Tor vor. Unbeeindruckt spielten die Frauen von Blau-Weiß ihre Stärken aus und legten mit 4 Toren in 2 Minuten, von Chrissi aus dem Rückraum und Ali aus der Mitte, nach und gingen damit zunächst deutlich in Führung. Leider wähnte man sich damit in falscher Sicherheit und ließ sich vom schnellen Spiel des TSC aus dem Rückraum überrennen und büßte den Vorsprung direkt wieder ein. Ab der 10. Minute wurde es damit sprichwörtlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der TSC legte vor und Blau-Weiß schloss wieder auf. Nicht zuletzt mussten dafür auch 7m-Würfe herhalten, da die Trefferquote aus dem Spiel heraus nicht dem sonstigen Leistungsniveau der Mannschaft entsprach. Auf der anderen Seite schaffte es der TSC immer wieder mit schnellen Aktionen im Rückraum oder von den Außenpositionen Treffer zu erzielen, ohne dass die Abwehr ein probates Gegenmittel finden konnte. 5 Minuten vor der Halbzeitpause gelang es dem Gegner dann sogar seinen Vorsprung langsam auszubauen und so ging es bei einem Spielstand von 11:14 in die Kabine. Neben dem schnellen Tempo fiel auch bereits in der ersten Halbzeit die Härte des Spiels auf. Bis zur 30. Minute wurden bereits sechs 7m-Würfe (5 davon für Blau-Weiß) vergeben und die Emotionen waren greifbar.

Die Stimmung in der Kabine von Blau-Weiß war angespannt. Natürlich wollte man sich keinesfalls damit zufrieden geben, Punkte kampflos abzugeben und so war das Ziel für die zweite Halbzeit klar – schnell wieder ausgleichen und am besten vorlegen. Leider war es wieder der TSC, der nach der Pause das erste Tor erzielte nach einem gehaltenen 7m von Blau-Weiß. Es wollte nicht richtig anlaufen, der Rückstand wuchs zunächst auf 5 Tore anstatt zu schrumpfen. Aus dem Rückraum und vom Kreis konnte man gelegentlich noch Tore erzielen, doch viele Versuche blieben ohne Torerfolg oder der Ball ging allzu oft durch Fehlpässe und Ungenauigkeiten im Angriff verloren. Der Rückraum von TSC nutzte jede Gelegenheit und so blieb es bis zur 40. Minute beim Abstand von 5 Toren. Erst die anschließende Auszeit der Tempelhoferinnen und die Umstellung auf eine 5:1-Abwehr brachte den entscheidenden Impuls. Das schnelle Spiel des TSC wurde endlich wirkungsvoll gebremst und immer wieder gerieten diese damit durch angezeigtes Zeitspiel unter Druck und kamen an den erneut sehr starken Torwarten von Blau-Weiß kaum noch vorbei. Gleichzeitig kämpfte man auch im Angriff wieder konzentrierter und konnte insbesondere über den Rückraum und die Mitte wieder punkten. Langsam kämpfte man sich wieder heran, verringerte den Abstand und konnte den Gegner die letzten 15 Minuten sogar soweit in Schach halten, dass dieser kein Tor mehr machen konnte, nicht zuletzt auch weil sich eine der stärksten Spielerinnen des TSC leider stark verletzte. 5 Minuten vor Spielende gelang mit einem letzten 7m durch Tanja der Ausgleich zum 23:23. Beide Mannschaften hofften noch auf das entscheidende Tor, um sich doch noch allein die zwei Punkte zu sichern – doch das wollte keinem mehr gelingen. Nach starkem Kampf konnten die 1. Frauen von Blau-Weiß nach einem unnötig anstrengenden Spiel einen Punkt retten und gingen damit verdient als Herbstmeister vom Platz.

Die Spielstatistik wird angeführt von Chrissi mit 9 Toren, gefolgt von Ali mit 5 Toren und Tanja, die fünf 7m verwandeln konnte. Ebenfalls wieder hervorzuheben ist die sehr gute Leistung der Torhüter Miri und Jaqui, die erneut einen großen Anteil am Spielausgang hatten!