Ü32 ist Deutscher Vize-Meister (im Handball!)

Am 19.01. trat die Ü32 der Spielvereinigung (teilweise als „Alte Herren“ bezeichnet) zur inoffiziellen Deutschen Meisterschaft der etwas reiferen Handballer im weit entfernten Holzhausen (bei Uhingen, bei Göppigen, bei Stuttgart) an. Qualifiziert hatte sich die Mannschaft durch die im letzten Jahr errungene Berliner Meisterschaft. Bereits am Freitag reiste die Mannschaft mit einigen Hindernissen (Zugverspätungen, nicht angefahrene Umsteigebahnhöfe, Purzelbäume durchs Bahnabteil, durch Berliner Bier hervorgerufene motorische Totalausfälle bei anderen Fahrgästen) einmal quer durch die Republik. Mit grundsolider deutscher Küche und Kegeln „Alt-gegen-Jung“ ließ man den Abend ausklingen.

Auf Grund der Absage einer eingeplanten Mannschaft aus Forchheim hatte die Spielvereinigung nur zwei anstatt drei Vorrundenspiele zu bestreiten. Im ersten Spiel gegen die TSG 1888 Eddersheim (irgendwo zwischen Mainz und Frankfurt (am Main)) konnten sich die blau-weißen Handball-Ästheten nach einem vorsichtigen Abtasten in der Anfangsphase letztlich auch auf Grund der individuellen Klasse nach 2×20 Minuten mit 18:14 durchsetzen. Im zweiten Gruppenspiel des heimlichen Flagschiffs der SpVg. Balu-Weiß 1899 ging es gegen den TuS 1900 Empelde (Handballkennerinnen und -kenner sowie Erdkundebegeisterte wissen, dass das südwestlich von Hannover liegt) um den Gruppensieg. Mit einer etwas konzentrierteren Abwehrarbeit als im ersten Spiel konnte der TuS mit 16:10 bezwungen werden. Auf die Nennung herausragender Akteure oder Torschützen wird an dieser (und anderer) Stelle verzichtet – aus Rücksicht auf die Durchgeschleppten und mangels eines vorliegenden Protokolls. Das aber nur am Rande.

In der Parallelgruppe konnte sich das gastgebende Handballteam Uhingen-Holzhausen gegen Mannschaften aus Knittlingen, Spaichingen und Langensteinbach ebenfalls verlustpunktfrei durchsetzen. Bei allem gebotenen Zurückhaltung trafen somit die beiden besten Mannschaften des Turniers im Finale aufeinander.

Das Finale begann, des Schreiberlings Gedächtnis nach, wie die bisherigen beiden Spiele der Blau-Weißen: mit einem Rückstand. Es entwickelte sich schnell ein packendes Finale, bei dem keine
Mannschaft der anderen etwas schenkte. Leider ließen die Turnfreunde der Spielvereinigung zu oft schick herausgespielte Torchancen und Konter liegen. Folgerichtig ging es mit einem 7:8-Rückstand in die kurze Pause. Direkt nach dem Wiederanpfiff gelang Uhingen ein 4:0-Lauf. In der Folge rannte das Blau-Weiß Team diesem Rückstand hinterher. Trotz einer insgesamt starken Abwehrarbeit konnte der Rückstand aber, auch wegen einigen zu ungenau abgeschlossenen eigenen Angriffen, nie auf weniger als zwei Tore verkürzt werden. Mit der Schlusssirene rissen die Männer vom HT Uhingen-Holzhausen beim Stande von 17:15 die Hände in die Höhe und ließen sich feiern. Der Spielvereinigung blieb somit gegen einen kompakt und fehlerarm spielenden Gegner nur die Vizemeisterschaft.

Dem HT Uhingen-Holzhausen sei an dieser Stelle nochmal ein Dank ausgesprochen für ein tadellos organisiertes Turnier, eine tolle Atmosphäre und eine zünftige Sause am Abend. Wir wären gern mit dem Pokal und der Aufgabe die nächste inoffizielle Deutsche Meisterschaft der „Alten Herren“ auszurichten, wieder nach Berlin gekommen (vor allem natürlich deshalb, weil eine sportliche Qualifikation für das Turnier in dieser Saison schwer wird). Dem Sportkameraden Detlef V. sei ein nicht geringerer Dank ausgesprochen für eine akkurate Reisevorbereitung und -organisation (auch wenn das am Bahnhof in Uhigen ausbaufähig war). Das darf er beim nächsten Mal gern wieder machen.