Am Sonnabend stand für die M1 in der Kolonnenfestung das erste Saisonspiel gegen den Staffelfavoriten aus Lankwitz an. Die Gäste konnten ihr erstes Heimspiel gegen Ludwigsfelde erfolgreich gestalten und kamen mit dementsprechend breiter Brust angereist. Da Blau-Weiß am ersten offiziellen Spieltag der OOS Saison 2021/2022 noch spielfrei war, starteten die Männer von Chefcoach Basti Viehstädt erst am vergangenen Wochenende in die aktuelle Spielzeit. Preussen hatte sich vor der Saison nochmal ordentlich verstärkt und lief mit einigen ehemaligen Drittligaspielern aus Oranienburg und Potsdam auf. Gegen die massive Abwehr der Lankwitzer hieß die Devise: Geduldig spielen und auf Chancen über die halben und Außenabwehrspieler warten.

Anfangs setzen die Tempelhofer diese Taktik auch gut um. Hinten stand die Abwehr um Torwart Nico Zieschank stabil, vorne wurde lange gespielt und über die Außen Claus Büttner und Cedrik Ostach immer wieder der Torerfolg gesucht. Da aber auch Preussen ordentlich Beton anrührte und bei Blau-Weiß etwas die Durchschlagskraft aus dem Rückraum fehlte, liefen die Gastgeber in der anfangs erstmal einem kleinen Rückstand hinterher. In dieser Phase der Partie zeigte man aber, dass man auch gegen ein Topteam aus der Staffel mehr als mithalten kann. Nach circa 20 Minuten kam es dann aber zu einem kleinen Bruch im Spiel der Hausherren. Vorne wurden viele kleine Fehler produziert, die Preussen gnadenlos ausnutzte. Kurz vor der Pause fingen sich die Tempelhofer aber wieder, sodass der Rückstand zur Pause nur vier Tore betrug.
Nach dem Seitenwechsel zeigten die Gäste, warum sie zur Spitzengruppe der Liga gehören. Blau-Weiß agierte fahrig im Spiel nach vorne, Preussen dagegen zog sein Spiel konsequent weiter durch und bestrafte jeden Fehler im Spiel der Gastgeber. So wuchs der Rückstand innerhalb von nur sechs Minuten auf neun Tore, womit die Messe eigentlich gelesen war. Positiv anzumerken ist hier aber, dass sich Blau-Weiß weiter konzentrierte und auch ob des hohen Rückstands nicht aufhörte, zu kämpfen. Leider reichte es nicht mehr als für ein bisschen Ergebniskosmetik, sodass am Ende eine 23:29 Niederlage auf der Anzeigetafel stand.
Unterm Strich steht eine verdiente Niederlage, die nur durch ein fehlerfreies und effektiveres Spiel im Angriff hätte verhindert werden können. Trotzdem kann das Trainerteam um Basti Viehstädt auf dieser Leistung aufbauen.

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt allerdings nicht, bereits am kommenden Samstag (18.09. um 17:00 Uhr) steht das nächste Heimspiel in der Kolonnenfestung an. Gegner wird mit dem LHC Cottbus ein Urgestein aus der Oberliga. Die M1 bedankt sich bei den Fans und hofft auch gegen Cottbus wieder auf zahlreiche Unterstützung von den Rängen.

Für Blau-Weiß spielten:
Zieschank, Thieße (beide TW), Warnst (1), Müller, Bladi (1), Schäper (9/4), Ostach (2), Schewetzky (3), Krist, Erdmann, Sielaff (1), Bohle (2), Kern (1), Büttner (3)