Zu einer eher bescheidene Zeit von 17:30 Uhr für uns irgendwo im nirgendwo, bestritten die 2. Frauen ihr Spiel gegen die Damen von AC Eintracht II.

In Der Hinrunde konnte wir den Gegnerinnen 2 Punkte abnehmen, was wir gerne wiederholen wollten. Mit viel Motivation und auch guter Laune bei der Erwärmung starteten wir ins Spiel hinein. Nach langer Zeit verschliefen wir die ersten Spielminuten nicht und hielten gut gegen. Nach ungefähr 10 Minuten kam es zum Spielbruch und wir trafen weder das Tor vorne noch konnten wir die Tore verhindern.

In der Abwehr zählten wir nicht gut mehr ab und vor allem unser Blockverhalten war miserabel. So schafften die Gegner mit einfach Freiwurftoren aus dem Rückraum davon zu ziehen. Nach einem kurzen Aufblühen kamen wir wieder auf 3 Tore ran, was wir aber nicht bis zur Halbzeit durchhalten konnten. Halbzeitstand war dann leider ein 18:13, was deutlich zu hoch war.

In der Halbzeitpause sollten die Mädels Ihre Stärken ausspielen und mit Tempo und mehr Absprachen in der Abwehr gegenhalten. Leichter gesagt als getan. Die ersten Minuten verschliefen wir wieder völlig und der Vorsprung wuchs blitzschnell auf 8 Tore. Was danach kommt kann ich ehrlicherweise gar nicht richtig in Worte fassen. AC Eintracht zeigte eine Härte auf, die nichts auf dem Spielfeld zu suchen hatte.

Nachdem gefühlt jeder der Mädels ein Ellenbogen im Gesicht, ein Nachgreifen in den Arm oder sogar ein Schubsen auf dem Boden (obwohl kein Ball in Sicht war!)erleiden musste, erwachte ein Siegeswillen, den ich so noch nicht gesehen habe. Die Abwehr wollte zu keinem Zeitpunkt, dass die Spielerinnen nur in die Nähe des Tores kommen. Wir kämpfen uns auf 4 Tore ran, doch leider reichten die Kräfte nicht mehr aus und wir mussten uns geschlagen geben.

Abschließend lässt sich sagen, dass es wirklich sehr schade ist, dass dieser Siegeswillen erst so spät hervor kam. Als Berlinerin formuliert: Die Mädels mussten erst richtig auf die Fresse bekommen, damit sie den Sieg unbedingt wollten.

Traurig ist zu sagen, dass die Härte weder von der Schiedsrichterin noch vom Trainer unterbunden wurde. Jetzt sehe ich die Antwort vor dem Spiel des gegnerischen Trainer: „Hauptsache ohne Verletzungen“ auf meine Floskel: „Gutes Spiel“ ein wenig mit anderen Augen.

Letztendlich waren es wieder wir, die sich den Sieg verbaut haben. Durch unsere immer wieder einschleichenden schlechten Phasen, schöpfen wir nicht unser ganzes Potential aus. Und so verliert man nun mal Spiele, Schiedsrichterentscheidungen hin oder her.

Am Samstag soll der gezeigte Siegeswille mit ins Spiel gegen Tegel II einfließen. Anpfiff 20 Uhr in der Kolonne!