Heute war unser letztes Heimspiel in diesem Jahr gegen die VSG Altglienicke – der vorletzte potenzielle Stolperstein auf dem Weg zum Aufstieg.

Wir waren mit voller Bank angetreten, die Gegner ohne Auswechselspielerin. Das machten sie aber optisch dadurch wett, dass sie rein äußerlich wie eine ausgewachsene C-Jugend wirkten: Die Größenunterschiede waren, zumindest im Durchschnitt, immens.

Da unsere Mädels aber genau das umsetzten, was ich ihnen vor dem Spiel mit auf den Weg gegeben hatte, gelang uns ein famoser Start: Mit aggressiver und enger Manndeckung konnten sie verhindern, dass die Gegner ihre körperliche Überlegenheit ausspielten, und durch die erzwungenen Ballverluste gingen wird über 1:0, 2:1, 3:2 und den folgenden 9:0-Lauf mit 11:2 in Führung, bevor ich anfing durchzuwechseln. Letzteres führte dann allerdings auch zu einem 6:0-Lauf der Gegner bis zum Halbzeitstand von 13:9. Ein kalkuliertes Risiko zugunsten einer gerechten Verteilung der Spielzeit auf alle Akteure und im Vertrauen auf unsere sichere 3:2:1- Abwehr in der 2. Hälfte.

Dieses Vertrauen wurde nicht enttäuscht, denn wir ließen in Halbzeit Zwo nur noch drei Gegentore zu, da die Spielerinnen aus dem Südosten der Stadt mit unserer offensiven Abwehrarbeit überhaupt nicht zurecht kamen, und wir sie mehrmals zu unvorbereiteten und meist erfolglosen Torwürfen provozieren konnten. Die wenigen Würfe, die dennoch gefährlich aufs Tor kamen, wurden meist zu Ninas sicherer Beute.

Im Angriff allerdings lief es leider nicht annähernd so gut, wofür ich zwei Hauptgründe ausmachte: einerseits  kam es plötzlich zu unerklärlich häufigen technischen Fehlern und Fehlpässen, zum anderen hatten die Mädchen Probleme, sich gegen die körperlich überlegene und zudem noch recht defensiv stehende Abwehr durchzusetzen und Lücken zu erspielen. Erst in der 27. Minute gelang uns das erste Tor zum 14:9. Danach lief es etwas besser, die ein oder andere 1 gg. 1 -Situation wurde erfolgreich abgeschlossen, der Ball wurde auch mal zum Kreis durchgesteckt und auch Joy konnte noch zweimal aus vollem Lauf einnetzen. Insgesamt sechs Tore in der zweiten Hälfte bescherten uns einen nie gefährdeten 19:12-Sieg.

Es spielten: Nina (Tor), Pauline (7 Tore), Joy (5), Mia (4), Ella (1), Wilma (1), Gabi (1), Kathi, Ronja, Rinesa, Ondine und Paula

Fazit:
Die Schlussphase der ersten Halbzeit zeigte, dass es innerhalb der Mannschaft noch ein recht großes Leistungsgefälle gibt. Dieses gilt es mittelfristig zu verringern, wozu es allerdings vor allem regelmäßiger Spielanteile für alle bedarf – eine Gratwanderung, die glücklicherweise bislang ohne Verluste ablief.
Die zweite Halbzeit bewies allerdings, dass auch die Leistungsträgerinnen nicht vor unnötigen und vor allem unprovozierten Fehlern gefeit sind.
Die einzige echte Konstante in dieser Saison war bisher unsere Abwehr, auf die wir uns hoffentlich auch im letzten Spiel gegen den vermeintlich stärksten Gegner, die SG EBT, verlassen können. Mit einem Auswärtssieg am Samstag, dem 24.11.2018 um 16:30 Uhr in der Palisadenstraße würden wir den angestrebten Aufstieg in die Landesliga perfekt machen!