Blau-Weiss Handball
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Bittere Niederlage trotz starker Leistung: Blau-Weiß 90 Tempelhof unterliegt LHC Cottbus nach dramatischen Schlussminuten (30:32)

Nach der deutlichen Lehrstunde bei den Mecklenburger Stieren stand für Blau-Weiß 90 Tempelhof bereits die nächste Mammutaufgabe auf dem Programm: Der LHC Cottbus, ein Top-Aufstiegsfavorit, gastierte in der Kolonnenfestung. Die junge Tempelhofer Mannschaft trat, wie angekündigt, befreit auf und zwang den Favoriten in einen packenden Fight, der erst in den Schlussminuten entschieden wurde.
Starker Auftakt und Petersen-Paraden
Die Blau-Weißen begannen hochkonzentriert und legten den Fokus von Beginn an auf eine stabile Abwehrleistung. Dank der starken Paraden durch Petersen und insbesondere durch die offensiven Akzente von Janik und Bela im Angriff, setzten sich die Tempelhofer überraschend ab. Mit Mut und Tempo erarbeitete sich Blau-Weiß einen Vorsprung von vier Toren.
Cottbus schlägt zurück – Trainer-Jubel wird bestraft
Der LHC Cottbus sah sich gezwungen, die Auszeit zu nehmen, um den Lauf der Gastgeber zu stoppen. Die Ansprache zeigte Wirkung: Cottbus fand besser ins Spiel und holte Tor um Tor auf. Begünstigt wurde das Comeback durch eine kuriose Situation: Trainer Sebastian Viehstädt von Blau-Weiß 90 erhielt eine Zwei-Minuten-Strafe, weil er eine starke Parade durch Petersen etwas zu euphorisch an der Seitenlinie bejubelte.
Trotz des Ausgleichs konnten sich die Tempelhofer erneut absetzen und die Führung zwischenzeitlich wieder auf drei Tore ausbauen. Doch der LHC Cottbus ließ nicht locker und nutzte jeden kleinen Fehler der Gastgeber. So ging es nach einer hochklassigen und hart umkämpften ersten Halbzeit mit einem gerechten 17:17-Unentschieden in die Kabinen.
Konzentrationsmangel in der Crunchtime
Der Start in die zweite Hälfte gestaltete sich für Blau-Weiß 90 Tempelhof deutlich schwieriger. Eine Serie von Zeitstrafen schwächte die Mannschaft immer wieder, und auch die fehlende Konsequenz im Abschluss – einige Würfe landeten am Aluminium oder wurden vom starken Cottbuser Torhüter pariert – machte sich bemerkbar. Cottbus nutzte die Phase und setzte sich mit der ersten komfortablen Führung ab.
Die Entscheidung schien gefallen, doch die Blau-Weißen gaben nicht auf. Cottbus wurde nach eigener 4-Tore-Führung 10 Minuten vor Schluss nachlässig und bot BW90 durch eigene vergebene Chancen noch die Möglichkeit auf Unentschieden und Sieg. Die Tempelhofer rochen Lunte und kämpften sich heran. Im entscheidenden Moment schlichen sich jedoch technische Fehler ein, und die notwendigen Tore zum Ausgleich fielen nicht. Am Ende musste sich Blau-Weiß 90 Tempelhof nach großem Kampf dem Aufstiegsfavoriten knapp mit 30:32 geschlagen geben.
Trotz der Niederlage zeigte die junge Mannschaft von Blau-Weiß 90 Tempelhof eine beeindruckende kämpferische Leistung gegen einen Top-Gegner und bewies, dass sie die Großen der Liga ärgern können. Nun gilt es, die gezeigte Stabilität und den Kampfgeist über 60 Minuten abzurufen.