Blau-Weiss Handball
einmal immer Blau-Weisser

# Brutaler Auftakt beim Titelanwärter: Blau-Weiß unterliegt Cottbus mit 17:46

**Neue Saison, neuer Trainer, neue Spielidee – und direkt der wohl härtestmögliche Auftakt:** Zum Start der Saison 2026/27 musste Blau-Weiß 90 Tempelhof beim LHC Cottbus antreten. Rund 1.000 Zuschauer sorgten in Cottbus für eine beeindruckende Kulisse. Die Gastgeber gehören zu den absoluten Topfavoriten der Regionalliga Ostsee-Spree und gehen mit klaren Ambitionen in die neue Spielzeit.

Für das erneut verjüngte Tempelhofer Team war es damit gleich die größtmögliche Standortbestimmung unter dem neuen Trainer **Dennis Niehusen**.

### Mutiger Beginn – Cottbus übernimmt das Kommando

Der Start machte zunächst Mut. Nach gerade einmal 62 Sekunden erzielte Kapitän **Nils Kern** das erste Blau-Weiß-Tor der neuen Saison zum 1:0. Vor allem defensiv präsentierte sich Tempelhof in den ersten Minuten beweglich und aggressiv. Die neue **3:2:1-Abwehr** arbeitete aufmerksam und versuchte, den Cottbuser Rückraum früh unter Druck zu setzen.

Doch der LHC ließ sich davon nicht lange beeindrucken. Innerhalb weniger Minuten drehten die Gastgeber das Spiel und zogen nach dem 1:0 mit einem **7:0-Lauf auf 7:1** davon. Blau-Weiß hatte offensiv große Schwierigkeiten, die gute Cottbuser Defensive zu überwinden. Dazu kam reichlich Wurfpech: **Janik Schewetzky** hatte mehrfach Pech und traf unter anderem wiederholt den Pfosten.

Nach dem 7:1 konnte **Nils Quente** den Cottbuser Lauf mit einer starken Einzelaktion zum 7:2 kurzzeitig unterbrechen. Doch Cottbus blieb gnadenlos. Jeder technische Fehler und nahezu jeder vergebene Abschluss wurde sofort bestraft.

Im Tempelhofer Tor konnte * Thieße* in der Anfangsphase einige wichtige Akzente setzen. Besonders bei freien Würfen zeigte er starke Paraden und verhinderte damit zunächst einen noch größeren Rückstand.

Offensiv gelangen Blau-Weiß zwar immer wieder einzelne Treffer – **Janik Schewetzky** erzielte beim 9:3 und 11:4 zwei Tore –, doch insgesamt fand der Angriff nur selten Lösungen gegen die aggressive Cottbuser Abwehr.

Nach 20 Minuten stand es bereits **15:4**. Cottbus spielte seine individuelle Qualität und sein Tempospiel konsequent aus. Auch nach einer Cottbuser Auszeit bei 26:38 änderte sich am Kräfteverhältnis wenig.

Kurz vor der Pause konnte **Sebastian Schuck** noch einmal für Blau-Weiß treffen und auf 19:5 verkürzen. Den letzten Treffer der ersten Halbzeit erzielte allerdings wieder Cottbus.

**20:5 zur Halbzeit.**

### Nach der Pause: Spielzeit für alle und bessere Lösungen im Angriff

Die Partie war zu diesem Zeitpunkt praktisch entschieden. Für Blau-Weiß ging es nun vor allem darum, die zweite Hälfte ordentlich zu gestalten, die neue Spielidee weiter umzusetzen und möglichst vielen Spielern wichtige Einsatzminuten zu geben.

Cottbus erwischte allerdings erneut den besseren Start und erhöhte innerhalb weniger Minuten auf **24:5**. Danach entwickelte sich das Spiel zunehmend in Richtung eines offenen Schlagabtauschs, ohne dass die Gastgeber noch ernsthaft in Gefahr gerieten.

Positiv war, dass Blau-Weiß offensiv nun deutlich häufiger Lösungen fand. **Kilian Stollenwerk** erzielte innerhalb kurzer Zeit zwei Treffer, bevor auch weitere Spieler Verantwortung übernahmen. **Joel Nitschke** traf zum 33:9, **Timon Tellner** erhöhte wenig später auf 33:10.

Auch **Leo Heim** konnte in der Schlussphase zweimal treffen, während **Lukas Kern** ebenfalls Akzente setzte. Beim Stand von 35:12 nahm Cottbus noch einmal eine Auszeit, bevor die Gastgeber den Vorsprung weiter ausbauten.

Bemerkenswert aus Tempelhofer Sicht: **Nahezu jeder eingesetzte Spieler konnte sich in die Torschützenliste eintragen.** Das war angesichts des Spielverlaufs ein wichtiger Aspekt, denn nach dem deutlichen Halbzeitrückstand ging es vor allem darum, jedem Spieler die Möglichkeit zu geben, sich in der neuen Saison einzufinden.

Cottbus blieb dennoch konsequent. Beim 40:13 war die 40-Tore-Marke erreicht. Blau-Weiß gab sich trotz des großen Rückstands nicht auf und erzielte durch **Paul Freudenberg, Robert Bunse, Lukas Kern und Leo Heim** weitere Treffer.

Den Schlusspunkt auf Tempelhofer Seite setzte **Nils Quente** in der 58. Minute zum 44:17. Cottbus antwortete jedoch noch zweimal durch **Robert Takev** und stellte damit den **46:17-Endstand** her.

### Fazit: Ein brutaler Auftakt gegen den Titelkandidaten

Das Ergebnis ist deutlich und zeigt, wie groß der Unterschied an diesem Abend zwischen beiden Mannschaften war. **Cottbus präsentierte sich als Topmannschaft und bestrafte die Fehler von Blau-Weiß konsequent.**

Gleichzeitig sollte die Niederlage nicht darüber hinwegtäuschen, dass es gerade zu Beginn einige positive Ansätze gab. Die neue **3:2:1-Abwehr** war beweglich und aggressiv, und auch Torhüter Andi Thieße konnte mit mehreren starken Paraden auf sich aufmerksam machen. Offensiv zeigte sich Blau-Weiß insbesondere im zweiten Durchgang verbessert.

Der große Knackpunkt waren die vielen technischen Fehler und die fehlende Konsequenz im Abschluss. Gegen einen Gegner wie Cottbus werden solche Fehler sofort bestraft.

Für Dennis Niehusen und sein junges Team ist damit aber auch klar, woran in den kommenden Tagen gearbeitet werden muss. Denn bereits am nächsten Samstag wartet mit **Altlandsberg** ein ganz anderer Gegner – und dort geht es erstmals um die ersten Punkte der Saison.

Der Aufsteiger konnte zum Auftakt überraschend **Empor Rostock II** schlagen. Im Vorbereitungsturnier musste Blau-Weiß gegen Altlandsberg zwar noch eine deutliche Niederlage hinnehmen, doch davon will sich in Tempelhof niemand mehr beeindrucken lassen.

**Am 12. September um 20:30 Uhr soll in eigener Halle der erste Saisonsieg her. Die Mannschaft ist heiß – und gegen Altlandsberg wartet ein intensiver Fight um die ersten beiden Punkte.**