Blau-Weiss Handball
einmal immer Blau-Weisser

Heimserie hält – Blau-Weiß 90 und Loitz trennen sich in dramatischem Spiel 31:31

Mit der SG Uni Greifswald/Loitz gastierte eine äußerst erfahrene und unangenehme Mannschaft in der Kolonnenfestung. Für Blau-Weiß 90 Tempelhof ging es dabei um wichtige Punkte im Abstiegskampf. Gleichzeitig wollte man die starke Heimserie ausbauen – seit November sind die Tempelhofer vor eigenem Publikum ungeschlagen. Am Ende entwickelte sich ein intensives und dramatisches Spiel, das mit einem 31:31-Unentschieden endete.Ausgeglichene erste Halbzeit mit Chancenplus für Blau-Weiß

Blau-Weiß startete gut in die Partie. Petersen im Tor zeigte direkt zwei starke Paraden, während Erdmann und Stollenwerk die ersten Treffer für die Tempelhofer erzielten. Doch Loitz ließ sich davon nicht beeindrucken. Besonders Teixeira mit seinen schnellen Durchbrüchen sowie der wurfstarke Granholm sorgten immer wieder für Gefahr.Die Anfangsphase blieb ausgeglichen, auch weil Blau-Weiß mehrfach am gegnerischen Torhüter scheiterte. In den ersten zehn Minuten wurden gleich vier freie Würfe vergeben. Beim Stand von 4:5 nahm das Heimteam die erste Auszeit.

Diese zeigte Wirkung. Der Angriff lief nun deutlich flüssiger, und in Überzahl konnte sich Blau-Weiß eine 9:6-Führung erarbeiten. Dennoch blieb Loitz im Spiel – vor allem dank Teixeira, der immer wieder Lücken fand. Auf Tempelhofer Seite wurde Leo Heim zunehmend präsenter, während Janik Schewetzky mehrfach seine individuelle Klasse aufblitzen ließ.Petersen blieb weiterhin ein starker Rückhalt, und die Abwehr arbeitete über weite Strecken solide. Kurz vor der Pause konnte Erdmann schließlich auf 16:15 stellen.Dramatische Schlussphase bringt erneuten Punktgewinn

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie eng. Loitz spielte routiniert und ging in der 33. Minute erstmals wieder mit 18:17 in Führung. Blau-Weiß ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Stollenwerk setzte wichtige Durchbrüche, während Teixeira auf Seiten der Gäste mit insgesamt 12 Treffern zum überragenden Offensivspieler des Spiels wurde.

Beim Stand von 25:24 nahm Blau-Weiß rund zehn Minuten vor Schluss eine weitere Auszeit. Kurz darauf sorgte ein spektakulärer Kempa-Treffer von Erdmann auf Heim für große Begeisterung in der Halle und schien zunächst die Initialzündung zu sein.Doch Loitz blieb hartnäckig. Zwar konnte Blau-Weiß zwischenzeitlich auf 27:24 davonziehen, doch die Gäste blieben dran. Nitschke setzte in dieser Phase wichtige Akzente von Rechtsaußen.

Die Schlussphase entwickelte sich zu einem echten Krimi. Zwei Minuten vor Ende nahm Blau-Weiß beim Stand von 30:29 die Auszeit. Doch ein Ballverlust führte zur schnellen zweiten Welle der Gäste, die Tippelt zum Ausgleich nutzte. Zusätzlich musste Otto-Heinrich Rohrbeck eine Zwei-Minuten-Strafe hinnehmen.Stollenwerk verwandelte anschließend einen Siebenmeter zur 31:30-Führung, doch Loitz antwortete erneut – Fink stellte in der Schlussminute auf 31:31.

Der letzte Angriff der Tempelhofer verlief chaotisch und ohne klare Struktur. Loitz nutzte die Gelegenheit, eroberte den Ball und lief sogar noch zum vermeintlichen Siegtreffer. Doch Fink war einen Moment zu spät mit seinem Abschluss – der Ball zappelte erst nach der Sirene im Netz.Fazit

Ein intensives und hart umkämpftes Spiel endet erneut mit einer Punkteteilung. Blau-Weiß bestimmte große Teile der Partie, ließ jedoch besonders in der ersten Halbzeit zu viele klare Chancen liegen. Loitz präsentierte sich dagegen äußerst routiniert und nutzte seine Möglichkeiten konsequent.

Mit nun 10 Punkten auf dem Konto bleiben den Tempelhofern noch sechs Spiele, um wichtige Zähler im Abstiegskampf zu sammeln. Entsprechend gilt es jetzt, noch einmal alle Kräfte zu bündeln.

Bereits am kommenden Samstag wartet die nächste schwere Aufgabe: das Auswärtsspiel beim HSV Insel Usedom.