Freitag, den 05.04.2024 läuteten die Glocken unserer Kolonnen-Festung zu einem absoluten Pokalkracher. Es steht das Viertelfinale im HVB-Pokal, gegen den aktuell fünften der diesjährigen Oberligasaison, den BFC Preußen an. Wie erwartet war die Tribüne unserer Halle bis auf den letzten Platz gefüllt und unsere Mannschaft war heiß darauf ein kleines Wunder zu erreichen und den BFC Preußen aus dem Pokal zu schmeißen.

Mit einem vollen Kader, dem sich sogar unser Tim, der sich gerade auf einem Auslandssemester in Paris befindet, wieder anschließen konnte, starteten wir positiv ins Spiel und konnten gleich den ersten Angriff mit dem ersten Tor beenden. Das Ziel unserer Mannschaft ist es gewesen in der Abwehr Beton anzurühren und so über eine starke Defensive immer wieder Nagelstiche in der Offensive setzen zu können. Genau das gelang uns bereits in der Anfangsphase erstaunlich gut. Mit unserer starken Abwehr, einem starken Torhüter dahinter und dem unbedingten Willen ins Final Four einzuziehen machten wir Preußen das Leben wirklich schwer und konnten das Spiel von vornherein offen gestalten.

Wie auf dem Spielfeld zeigte sich auch auf der Anzeigetafel das ständige Hin und Her und so konnte sich in der ersten Halbzeit keine der Mannschaften abzusetzen und die Führung wechselte immer wieder. Besonders deutlich wird das dadurch, dass es in der Anfangsphase keiner Mannschaft gelang mit 2 Toren in Führung zu gehen. Erstmalig konnte unsere Mannschaft durch ein Tor von unserem Kapitän Nils Kern in der 25. Minute mit zwei Toren in Führung gehen (12:10). Nach 30 gespielten Minuten ging es dem Verlauf nach gerechtfertigt mit 14:14 in die Kabine.

Nun galt es also die Leistung aus den ersten 30 Minuten zu bestätigen und dem BFC Preußen bis zum Schluss keinen Zentimeter dieser Halle zu überlassen. Weiterhin konnten die Zuschauenden einen ausgeglichenen Schlagabtausch beider Mannschaften bewundern, in dem unsere Mannschaft jedoch immer ein oder zwei Tore in Rückstand lag. Zu allem Überfluss verletzte sich im Laufe der zweiten Halbzeit Janik Schewetzki und so fehlte uns im Weiteren eine ganz wichtige Waffe sowohl in der Verteidigung, als auch vor allem im Angriff. Dennoch gelang es uns den Rückstand bis zum Ende klein zu halten oder sogar immer wieder auszugleichen. Auch von der roten Karte für Georg Jobs in der 54. Minute beim Stand von 21:22 ließen wir uns nicht beirren und kämpften weiter bis zur letzten Minute.

Mit der letzten Minute lässt sich das Spiel optimal zusammenfassen. Beim Stand von 24:24 startet Preußen den letzten Angriff und unsere Abwehr schafft es immer wieder über Freiwürfe das Angriffsspiel zu unterbinden. Am Ende muss Preußen ins Zeitspiel und es bleibt nur noch ein Pass bevor der Abschluss erfolgen muss. Es ist also nur ein Pass der noch verteidigt werden muss, um den Trumpf auf den letzten Angriff und damit evtl. den Sieg in der Hand zu halten. Leider gelang uns das nicht und der Ball gelangte an der Kreis, der zwar den Ball nicht im Tor unterbringen konnte, aber dafür einen 7m bekam. Diesen 7m konnte der Rechtaußen von Preußen 25 Sekunden vor Schluss verwandeln und so blieb uns noch ein letzter Angriff, um Preußen in der Verlängerung zu zwingen. Leider gelang es uns nicht noch eine klare Wurfchance zu kreieren und so blieb uns nur noch der direkte Freiwurf, der in der Mauer von Preußen hängenblieb.

Am Ende verlieren wir das Pokalviertelfinale also denkbar knapp mit 24:25 und trotzdem kann die Mannschaft absolut stolz auf diese Leistung sein. Eine Niederlage tut immer weh, aber spätestens in ein paar Tagen kann die Mannschaft auf diesen Abend zurückblicken und zu der Erkenntnis gelangen, dass man in der Lage ist an einem guten Tag selbst die vielleicht beste Mannschaft Berlins an den Rand einer Niederlage zu bringen.

Am kommenden Wochenende kommt mit der SG NARVA der nächste schwere Gegner in die Kolonnen-Festung und es geht darum die Leistung im Pokal zu bestätigen.

(Münchow, Jobs (4), Quente (1), Thieße, Rohrbeck K.A., Petersen, Stark, Schewetzki (2), Krist (2), Rohrbeck F.E. (3), Kern (6), Büttner (1), Tellner (5))