Im letzten Heimspiel des Kalenderjahres empfing die Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 die 2. Mannschaft des HC Empor Rostock in der „Kolonnenfestung“ . Die Zuschauer sahen eine extrem offensiv geprägte Partie, die nach 60 Minuten leistungsgerecht, wenn auch dramatisch, mit einem 40:40 (21:22)-Unentschieden endete .
Erste Halbzeit: Hohes Tempo und viele Tore
Die Begegnung begann ausgeglichen, wobei beide Mannschaften den Fokus klar auf das Angriffsspiel legten. Den Tempelhofern gelang in der Anfangsphase zunächst ein guter Start, sodass sie sich nach rund zehn Minuten kurzzeitig auf 8:6 absetzen konnten . Die Gäste aus Rostock blieben jedoch durch effiziente Abschlüsse im Spiel und glichen wenig später zum 8:8 aus .
Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem die Defensivreihen auf beiden Seiten kaum Zugriff fanden. Blau-Weiß konnte die Führung nicht behaupten, und Rostock nutzte die Lücken in der Abwehr konsequent. Mit einem knappen Rückstand von 21:22 gingen die Hausherren in die Kabine .
Zweite Halbzeit: Aufholjagd nach Rückstand
Der Start in den zweiten Spielabschnitt verlief für Blau-Weiß ungünstig. Rostock kam besser aus der Pause und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. In der 39. Minute sahen sich die Tempelhofer beim Stand von 23:28 bereits mit fünf Toren im Hintertreffen .
Die Mannschaft bewies jedoch Moral und kämpfte sich in die Partie zurück. Angetrieben von Janik Schewetzky, der mit insgesamt 10 Treffern bester Werfer des Spiels war , gelang es Blau-Weiß, den Rückstand sukzessive zu verkürzen. Begünstigt wurde die Aufholjagd unter anderem durch die Disqualifikation des Rostockers Till Hauenstein nach der dritten Zeitstrafe in der 43. Minute . In der 45. Minute erzielte Schewetzky schließlich den Ausgleich zum 31:31 .
Dramatische Schlussphase
In den letzten 15 Minuten entwickelte sich ein enges Spiel, in dem sich keine Mannschaft mehr entscheidend absetzen konnte. 90 Sekunden vor dem Ende verwandelte Kilian Stollenwerk einen Siebenmeter sicher zur 40:39-Führung für Blau-Weiß . Der Sieg schien greifbar, doch den Gästen gelang mit der letzten Aktion des Spiels – zwei Sekunden vor der Schlusssirene – durch Philip Lisch noch der Ausgleich zum 40:40-Endstand .
Fazit
Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf wider: Beide Teams überzeugten offensiv mit jeweils 40 Treffern, offenbarten jedoch deutliche Schwächen in der Defensive. Nach dem Rückstand in der zweiten Hälfte zeigte Blau-Weiß eine starke kämpferische Leistung, verpasste aber durch den späten Gegentreffer den doppelten Punktgewinn.
Statistik Blau-Weiß 90:
Janik Schewetzky (10), Leo Heim (9), Bela Widczisk (5) .