Blau-Weiss Handball
einmal immer Blau-Weisser

Auswärtssieg mit Hindernissen: Blau-Weiß 90 erkämpft sich Big Points in Rostock (30:29)

Das Auswärtsspiel beim HC Empor Rostock II am 26. April 2026 wird der Mannschaft der Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Die Anreise gestaltete sich als echtes Geduldsspiel: Massive Verspätungen bei der Deutschen Bahn und Massen an AIDA-Kreuzfahrtschiffbesuchern, welche die Eingangsbereiche der Regionalzüge versperrten, sorgten für eine stressige Ankunft an der Ostsee. Dennoch feierten die Tempelhofer in der Fiete-Reder-Sporthalle am Ende einen lebenswichtigen 30:29-Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt. 
Kaltstart nach der Chaos-Anreise
Die Strapazen der Anfahrt schien das Team zunächst noch zu spüren, denn Rostock überrannte Blau-Weiß in der Anfangsphase förmlich. Nach knapp sechs Minuten stand es bereits 6:1 für die Hausherren. Trainer Sebastian Viehstädt sah sich gezwungen, bereits nach weniger als zehn Minuten die erste Auszeit zu nehmen, um seine Mannschaft neu auszurichten. 
Die Aufholjagd und der Schewetzky-Express
Die Ansprache zeigte Wirkung. Angeführt von einem entfesselten Janik Schewetzky, der mit insgesamt 9 Treffern erneut als bester Torschütze glänzte, kämpfte sich Blau-Weiß Tor um Tor heran. In der 16. Spielminute gelang der viel umjubelte Ausgleich zum 9:9. Von diesem Moment an übernahm Tempelhof das Kommando und erspielte sich bis zum Seitenwechsel eine komfortable 18:13-Halbzeitführung. 
Dramatik pur in der zweiten Hälfte
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild jedoch schlagartig. Die Gastgeber kamen mit viel Rückenwind aus der Pause und gingen nach sechs Minuten im zweiten Durchgang erneut in Führung. In dieser kritischen Phase, als das Spiel zu entgleiten drohte, sah sich Georg Jobs gezwungen, ein Zeichen zu setzen, um seine Teamkollegen wieder zurück ins Spiel zu bringen. Dies gipfelte in der 36. Spielminute in einer Roten Karte gegen Jobs. 
Rostock nutzte die Unruhe, um den Druck hochzuhalten, wodurch sich ein nervenaufreibender Schlagabtausch entwickelte. In dieser Phase war es vor allem Petersen im Tor, der mit starken 36% gehaltener Bälle den Berlinern in den entscheidenden Momenten den Rücken stärkte. Auch die Gastgeber wurden schließlich durch eine Disqualifikation gegen Finn-Louis Gienapp geschwächt. 
Zayen macht den Deckel drauf
In der entscheidenden Schlussphase bewies Blau-Weiß den größeren Siegeswillen. Beim Stand von 28:28 übernahm Aymen Zayen die Verantwortung. Mit einem Doppelschlag kurz vor Ende der Partie zum 28:29 und schließlich zum 28:30 machte er den Deckel auf den Auswärtssieg. Das rettende Ufer ist damit wieder in greifbarer Nähe. 
Ausblick: Showdown-Wochen voraus
Bevor am 09. Mai 2026 der große Showdown gegen den Tabellennachbarn SV Warnemünde ansteht, wartet bereits am kommenden Wochenende die nächste Mammutaufgabe. Am 02. Mai empfängt Blau-Weiß 1890 den aktuellen Tabellenführer aus Werder in der Kolonnenfestung. Die Mannschaft hofft auf volle Ränge, um auch gegen den Spitzenreiter die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren.