Am Sonntagvormittag sicherte sich die Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 im Viertelfinale des HVBerlin Pokals das begehrte Ticket für das Final Four. In einer hochfrequentierten und torreichen Partie bei der SG Hermsd.-Waidm.lust II behielten die Tempelhofer am Ende die Nerven und setzten sich mit 39:34 durch.
Furioser Start und Offensiv-Spektakel
Blau-Weiß legte in der Romain-Rolland-Halle los wie die Feuerwehr. Bereits nach zwei Minuten sorgte Kilian Stollenwerk mit einem Doppelschlag für die frühe 2:0-Führung. Die Gäste drückten weiter aufs Tempo: Vor allem Nils Kern und Aymen Zayen fanden immer wieder Lücken in der gegnerischen Abwehr und schraubten das Ergebnis in die Höhe.
Obwohl die Gastgeber aus Hermsdorf hartnäckig blieben, kontrollierte Blau-Weiß das Geschehen über weite Strecken der ersten Halbzeit. Mit einer verdienten 21:17-Führung im Rücken ging es für die Mannschaft von Sebastian Viehstädt in die Kabinen.
Nervenkrieg nach dem Seitenwechsel
Nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich die Partie zu einem echten Pokal-Krimi. Die Gastgeber kämpften sich Tor um Tor heran, während sich bei Blau-Weiß eine Serie von Zeitstrafen bemerkbar machte – insgesamt achtmal mussten die Tempelhofer in Unterzahl agieren. In der 38. Minute gipfelte die Aufholjagd der Hermsdorfer im 24:24-Ausgleich. Die Halle kochte, und das Spiel drohte zu kippen.
Doch genau in dieser kritischen Phase bewies Blau-Weiß die nötige Cleverness. Janik Schewetzky übernahm nun endgültig die Verantwortung und brachte sein Team mit zwei schnellen Treffern postwendend wieder mit 26:24 in Front.
Schewetzky-Gala ebnet den Weg nach vorne
In der Schlussviertelstunde ließ Blau-Weiß nichts mehr anbrennen. Während Kilian Stollenwerk (insgesamt 7 Tore) vom Siebenmeterstrich die Ruhe bewahrte, lief Janik Schewetzky zur Hochform auf. Mit insgesamt 9 Treffern krönte er sich zum Topscorer des Spiels und sorgte in der Crunchtime fast im Alleingang für die Entscheidung. Auch Daniel Biernacki setzte mit wichtigen Toren in der Endphase (insgesamt 4 Treffer) entscheidende Nadelstiche.
Am Ende bejubelten die Tempelhofer einen verdienten 39:34-Erfolg und den damit verbundenen Einzug in das Final-Wochenende.