Blau-Weiss Handball
einmal immer Blau-Weisser

Karacho Beach Cup 2026

Freitag hieß es für uns: Abfahrt aus Berlin Richtung Kelkheim. Nach der Ankunft wurden zunächst die Zelte aufgebaut – danach hieß es Land unter in Kelkheim.

Die Regenpause wurde sinnvoll genutzt: Fußball Jung & Schweißperlen gegen Alt, aber über das Ergebnis hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens.

Auch wenn wir als klarer Außenseiter angereist sind, hatten wir uns kleine und große Ziele gesetzt. Die kleinen Ziele: einen Satz in der Gruppenphase gewinnen und mindestens einmal ins Shootout kommen. Das große Ziel: das Achtelfinale über ein Shootout klauen und irgendwie in die Top 8 rutschen.

Am Samstagmorgen ging es früh ins erste Gruppenspiel gegen Schurwald. Mit wenig gemeinsamer Vorbereitung hatten wir uns den Turnierstart anders vorgestellt. Das erste Spiel sollte gleichzeitig unser „machbarstes“ Gruppenspiel sein. Umso enttäuschender war das deutliche 18:26 im ersten Satz. Der zweite Satz verlief deutlich enger, am Ende mussten wir uns aber auch hier mit 16:18 geschlagen geben.

Danach warteten die 12 Monkeys als Vizemeister auf dem Center Court. Im Livestream wurden wir dann ordentlich vermöbelt. Der erste Satz ging mit 16:30 deutlich verloren. Im zweiten Satz hielten wir dagegen lange gut mit. Mit dem Wissen, dass die Affen jederzeit noch eine Schippe drauflegen können, lagen wir bis kurz vor Schluss nur vier Punkte zurück.
Das Team-Timeout wurde für zwei klare Ansagen genutzt:
Keine Kempa mehr.
Vier Punkte holen – egal, was die Monkeys noch machen.
Bekanntlich hält sich Beachhandball nicht immer an den Matchplan. Zwei Kempapässe landeten im Nirgendwo und die vier Punkte blieben dadurch ebenfalls aus. Am Ende stand eine unnötig deutliche 12:20-Niederlage.

Im letzten Gruppenspiel warteten die Nordlichter. Jeder, der sie kennt, und auch wir wissen: Die geben immer Vollgas – unabhängig vom Gegner. Und genau das bekamen wir zu spüren.
12:28 im ersten Satz. Eine größere Differenz als unsere eigene Punktzahl ist durchaus eine Ansage. Der zweite Satz wurde nur geringfügig besser. Mit 22:38 ging auch dieser verdient an die Norddeutschen.

Das Vorrundenziel – mindestens einen Satz zu gewinnen – war damit verfehlt. Trotzdem wussten wir schon bei der Anmeldung, worauf wir uns beim Karacho Beach Cup eingelassen hatten. Und das wichtigste Ziel lebte noch.
Als Gruppenletzter wartete im Achtelfinale die Heimmannschaft Beach and da Gang Youngsters auf uns – ihrerseits Gruppensieger und Dritter der Deutschen Meisterschaft.
Aber: Unser größtes Problem der Vorrunde war die körperliche Unterlegenheit. Gegen die Youngsters waren wir zwar immer noch kleiner, aber eben nicht mehr ein bis zwei Köpfe. Genau das wollten wir ausnutzen.
Auf Feld 2 entwickelte sich plötzlich das Spiel, auf das wir das ganze Wochenende gewartet hatten. Die Abwehr stand stabil, hinten hatten wir starken Rückhalt im Tor und vorne wurden die Chancen konsequent genutzt. Ständig lagen wir mit zwei bis vier Punkten vorne und spielten den ersten Satz souverän mit 24:20 nach Hause.
Langsam sprach sich das im Freibad herum. Während die Tribünen am Center Court leerer wurden, sammelten sich immer mehr Zuschauer rund um Feld 2.
Man merkte den Youngsters die Anspannung an. Gegen uns wollte man sich keine Blöße geben. Trotzdem konnten sie sich auch im zweiten Satz lange nicht absetzen. Erst in den letzten Minuten ließ bei uns die Konzentration nach. Fehlende Treffer sorgten schließlich für ein deutliches 13:22.

Shootout.
Unser Top-Transfer Jan-Luca nahm Jannis Herr seinen Punkt weg. Auf der Gegenseite wurde sein Pass abfangen und so stand es nach vier Würfen 6:6.
Und dann kam es leider, wie es kommen musste.
Die Gang trifft.
Die Gang blockt.
Wir verlieren das Achtelfinale denkbar knapp.
Turnier vorbei.

Das erste kleine Statement ist trotzdem gesetzt. Für die Erfahrung hätten wir die drei zusätzlichen Spiele am Sonntag natürlich gern noch mitgenommen. Aber genau für solche Momente fährt man zu solchen Turnieren: lernen, Erfahrungen sammeln und sich mit den Besten messen.

Als nächstes folgt Das Turnier in Vinnhorst und auch dort reisen wir mit Zielen hin!