🔥Endlich wieder Heimspiel in der Kolonnenfestung. Nach drei schwierigen Auswärtsauftritten wollte Blau-Weiß 90 Tempelhof seine Heimstärke untermauern – ausgerechnet gegen eine der Top-Mannschaften der Liga.
Die Mecklenburger Stiere reisten mit lediglich neun Minuspunkten an und zählen zu den ambitioniertesten Teams der Staffel.Am Ende stand ein packendes 31:31-Unentschieden – mit einem Punktgewinn gegen einen Favoriten, aber auch dem Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre.
🏃♂️ Überragende erste Halbzeit
Blau-Weiß zeigte von Beginn an, dass man dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Mit hohem Tempo, aggressiver Abwehrarbeit und viel Selbstvertrauen starteten die Tempelhofer stark in die Partie.Erdmann war sofort präsent und erzielte früh drei Treffer. Nach zehn Minuten führte Blau-Weiß verdient mit 6:3 gegen Schwerin.Im Tor erwischte Petersen einen Sahnetag. Vor allem gegen freie Würfe blieb er mehrfach Sieger und sammelte allein in der ersten Halbzeit zehn Paraden. Die Gäste kamen zwar durch Kreuzbewegungen immer wieder zu Abschlüssen, doch Tempelhof verteidigte beweglich und entschlossen. Offensiv übernahm Janik Schewetzky Verantwortung und erzielte sechs Tore im ersten Durchgang. Die Abwehr arbeitete aggressiv und agil, das Umschaltspiel funktionierte, und selbst das nötige Quäntchen Glück war diesmal auf Seiten der Blau-Weißen. Der Torhüter der Stiere hingegen konnte kaum Akzente setzen.Mit einer der besten Halbzeiten der Saison ging Blau-Weiß mit einer verdienten 20:14-Führung in die Pause.
⚔️ Stiere kommen zurück – Nervenspiel bis zur letzten Minute
Auch nach Wiederanpfiff erwischte Blau-Weiß den besseren Start. Leo Heim traf früh, und Tempelhof blieb zunächst stabil. Doch die Mecklenburger Stiere stellten sich nun besser auf das Spiel ein. Ihre Abwehr agierte deutlich griffiger und aggressiver.Über die rechte Seite sorgten Runde und Lesniak immer wieder mit Durchbrüchen für Gefahr. Beim Stand von 24:21 (44. Minute) nahm Blau-Weiß eine Auszeit, um den Rhythmus zu halten.Nun wurde auch Niklas Schewetzky im Rückraum immer wichtiger und brachte neue Impulse ins Angriffsspiel. Petersen blieb weiterhin stark, besonders bei Würfen von den Außenpositionen. Nach 48 Minuten führte Tempelhof noch mit 27:24.Doch die Gäste blieben dran. In der 53. Minute waren die Stiere bis auf ein Tor herangekommen. Zwar antworteten Stollenwerk und Niklas Schewetzky mit wichtigen Rückraumtreffern, doch beim 30:27 (55. Minute) nahmen die Gäste ihre Auszeit – mit Erfolg.Innerhalb von zwei Minuten war der Vorsprung egalisiert. Erdmann brachte Blau-Weiß noch einmal mit 31:30 in Führung, doch erneut war Lesniak zur Stelle und stellte auf 31:31.In der dramatischen Schlussphase verteidigten die Stiere diszipliniert, während Blau-Weiß keinen klaren Abschluss mehr fand. Die Partie endete leistungsgerecht 31:31.
📊 Fazit
Ein erneutes, unglückliches Unentschieden vor heimischer Kulisse. Eine Sechs-Tore-Pausenführung reichte nicht zum Heimsieg. Dennoch zeigte Blau-Weiß eine enorm starke Leistung gegen einen ambitionierten Gegner.Vor allem die erste Halbzeit unterstreicht, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Kampfgeist, Tempo und defensive Stabilität stimmten – am Ende fehlte jedoch die letzte Konsequenz, um das Spiel endgültig zu entscheiden.
🔜 Ausblick
In der kommenden Woche wartet die vielleicht schwerste Aufgabe der Saison: Eas Auswärtsspiel beim aktuell formstärksten Team in Cottbus. Das Hinspiel war knapp, Blau-Weiß verkaufte sich teuer. Nun gilt es, die starke Leistung aus Halbzeit eins über 60 Minuten zu bestätigen.