Blau-Weiss Handball
einmal immer Blau-Weisser

Bittere Lehrstunde an der Ostsee: Blau-Weiß 90 unterliegt dem HSV Insel Usedom deutlich (22:39)


Nach dem packenden Unentschieden gegen Loitz stand für Blau-Weiß 90 Tempelhof am 21. März 2026 die schwere Auswärtsreise in die Pommernhalle Ahlbeck auf dem Programm. Gegen den favorisierten HSV Insel Usedom wollte man den Schwung aus der Heimserie mitnehmen, doch die Gastgeber ließen von Beginn an keinen Zweifel an ihrer Dominanz aufkommen. Am Ende stand eine deutliche 22:39 Niederlage, die bereits in der ersten Halbzeit ihren Lauf nahm. 
Früher Schock und einseitige erste Halbzeit
Die Partie begann denkbar ungünstig für die Tempelhofer. Zwar gelang in der 3. Minute der frühe Ausgleich zum 1:1, doch es sollte für lange Zeit der letzte Lichtblick bleiben. Usedom startete einen furiosen Lauf und zog innerhalb von nur zehn Minuten auf 9:1 davon. Trainer Sebastian Viehstädt versuchte bereits früh gegenzusteuern und nahm in der 8. sowie in der 13. Minute zwei schnelle Auszeiten, um den Rhythmus der Gastgeber zu brechen. 
Trotz der Bemühungen fand Blau-Weiß offensiv kaum Mittel gegen die kompakte Abwehr der Hausherren. Kilian Stollenwerk und Janik Schewetzky erzielten zwar vereinzelte Treffer, doch Usedom, angeführt von einem treffsicheren Robyn Saß, baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Mit einem deutlichen 9:19 Rückstand ging es für die Tempelhofer in die Kabine. 
Kurzes Aufbäumen nach dem Seitenwechsel
Nach der Pause zeigte Blau-Weiß 90 Moral und erwischte den besseren Start in den zweiten Durchgang. Durch Tore von Bela Widczisk, Andreas Thieße, Leo Heim und Joël Nitschke kämpfte man sich bis zur 35. Minute auf 14:21 heran. In dieser Phase schien es, als könnten die Gäste die Partie noch einmal offener gestalten, was Usedom zur ersten Auszeit zwang. 
Janik Schewetzky, der mit insgesamt 6 Treffern erfolgreichster Torschütze auf Tempelhofer Seite war, hielt den Anschluss zunächst stabil. Doch die Hoffnung auf eine nachhaltige Aufholjagd hielt nicht lange an. 
Usedom demonstriert die Tabellenmacht
Ab der 41. Minute übernahm der HSV Insel Usedom wieder komplett das Kommando. Mit einer Serie von Treffern, unter anderem durch Felix Geiser, schraubten die Gastgeber das Ergebnis unaufhaltsam in die Höhe. Bei Blau-Weiß schlichen sich nun vermehrt Zeitstrafen ein, unter anderem für Timon Tellner und Nils Kern, was den Spielfluss zusätzlich hemmte. 
In der Schlussphase hatte Tempelhof der Wucht der Usedomer nichts mehr entgegenzusetzen. Die Gastgeber nutzten jede Unkonzentriertheit und feierten am Ende einen souveränen 39:22 Heimsieg.

Daher geht es nun am Samstag um alles: In der Kolonnenfestung empfängt Blau-Weiß 90 den direkten Tabellennachbarn HC Vorpommern-Greifswald zum vorentscheidenden Duell im Abstiegskampf. Nach der deutlichen Niederlage auf Usedom zählt am 28. März um 18:00 Uhr nur ein Heimsieg, um den Anschluss im Tabellenkeller zu halten. Die Mannschaft baut in diesem „Vier-Punkte-Spiel“ auf eure lautstarke Unterstützung von den Rängen!