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Dramatisches Unentschieden im Abstiegskampf: Blau-Weiß 90 und HC Vorpommern-Greifswald teilen die Punkte (29:29)

Das Auswärtsspiel beim HC Vorpommern-Greifswald am 10. Oktober 2026 stand für Blau-Weiß 90 Tempelhof unter enormem Druck. Nach der bitteren Niederlage gegen Loitz in der Vorwoche musste die Mannschaft von Dennis Niehusen im direkten Duell mit einem Tabellennachbarn dringend punkten, um den Anschluss im Abstiegskampf nicht zu verlieren. In der Mehrzweckhalle Schönwalde II entwickelte sich eine von Emotionen und Spannung geprägte Partie, die erst in den allerletzten Sekunden entschieden wurde. Am Ende stand ein hart umkämpftes, aber verdientes 29:29-Unentschieden.

Schwacher Start und frühe Rückschläge

Die Anfangsphase verlief für Blau-Weiß alles andere als optimal. Zwar konnte Leo Heim in der ersten Minute die frühe Führung erzielen, doch die Gastgeber aus Greifswald antworteten prompt und zogen mit vier Toren in Folge auf 4:1 davon. Blau-Weiß tat sich in der Deckung zunächst schwer und fand auch im Angriff nicht den nötigen Rhythmus.

In der Folge entwickelte sich ein zähes Spiel, in dem beide Mannschaften immer wieder zu Torerfolgen kamen. Greifswald konnte die Führung über weite Strecken der ersten Halbzeit behaupten und profitierte dabei von Unkonzentriertheiten der Tempelhofer. Erst kurz vor der Pause gelang es Blau-Weiß, den Rückstand zu verkürzen. Durch Tore von Kilian Stollenwerk, Georg Jobs und Nils Kern kämpfte man sich bis zur Halbzeit auf 15:14 heran.

Greifswald zieht davon – Tempelhof kämpft sich zurück

Nach dem Seitenwechsel schien das Momentum wieder auf Seiten der Gastgeber zu liegen. Greifswald legte einen furiosen Start hin und baute die Führung bis zur 36. Minute auf 18:14 aus. In dieser Phase offenbarte die Tempelhofer Defensive erneut Lücken, die von den wurfstarken Greifswaldern konsequent bestraft wurden.

Doch die Mannschaft von Dennis Niehusen bewies Moral und kämpfte sich mit viel Leidenschaft zurück in die Partie. Ein 4:0-Lauf von Blau-Weiß, an dem auch Paul Freudenberg und Sebastian Schuck beteiligt waren, brachte den erneuten Ausgleich zum 22:22.

Dramatische Schlussminuten und der späte Ausgleich

Die Schlussphase wurde zum echten Krimi. Greifswald konnte sich erneut absetzen und führte in der 51. Minute mit 27:23. In den verbleibenden Minuten warf Blau-Weiß alles in die Waagschale und konnte den Rückstand Tor um Tor verkürzen. Ein entscheidender Faktor in dieser Phase war auch die Disziplin: Greifswald kassierte in der Schlussviertelstunde zwei Zeitstrafen, die Blau-Weiß gnadenlos ausnutzte.

Zwei Minuten vor dem Ende lag Tempelhof noch mit 28:27 im Rückstand, ehe Kilian Stollenwerk mit dem Ausgleichstreffer zum 28:28 die Spannung auf den Siedepunkt brachte. Greifswald gelang zwar im direkten Gegenzug die erneute Führung, doch die Tempelhofer hatten noch eine Antwort parat: Nils Quente traf in den allerletzten Sekunden zum umjubelten 29:29-Ausgleich.

Fazit und Ausblick

Ein hart erkämpfter und am Ende verdienter Punktgewinn für Blau-Weiß 90 Tempelhof, der im Abstiegskampf noch Gold wert sein kann. Nach einer schwachen Anfangsphase zeigte die Mannschaft große Moral und bewies, dass sie auch gegen direkte Konkurrenten punkten kann.

In den kommenden Wochen warten nun weitere entscheidende Spiele im Kampf um den Klassenerhalt. Die gezeigte kämpferische Leistung aus dem Greifswald-Spiel lässt hoffen, dass die Tempelhofer die nötigen Punkte für den Verbleib in der Liga noch einfahren werden.