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wE – Speed oder Valium, dazwischen gibt’s nix

Samstag in der Wilmersdorfer Prinzregentenstraße: unsere Mädels waren ordentlich aufgeputscht und gingen gierig in die ersten Spiele im 2 x 3 gg. 3 – Modus. Gegen die Pfeffis, die uns beim letzten Mal noch genüsslich vernaschten, hielten sie diesmal engagiert dagegen und das Spiel offen. Erst durch einen Penalty in letzter Sekunde, den Marika sicher verwandelte, gelang uns der knappe 6:5-Sieg.

Auf das zweite Spiel waren alle besonders gespannt. Unsere Gegner, die Füchse hatten zuletzt nämlich noch in der A-Staffel gespielt und waren daher in meinen Augen favorisiert. Da ihnen aber einige Leistungsträgerinnen fehlten und zudem bei meinen Mädels die Aufputschmittel noch wirkten, gelang uns mit schnellem Spiel, sicheren Pässen und schönen Toren auf beiden Spielfeldhälften ein ganz souveräner und nie gefährdeter 8:2-Sieg.

Das nächste Spiel gegen den BSV92 im 6 gg. 6 – Modus sollte nach diesem furiosen Beginn eigentlich kein Problem darstellen, zumal die Wilmersdorferinnen ihre ersten beiden Spiele gegen die Pfeffis und die Füchse sang- und klanglos verloren hatten.
Ich hege allerdings den Verdacht, dass deren Trainer Alf sich heimlich an unserem Arzneikasten bedient hat und dabei auch noch die Stimulanzien gegen Tranquilizer ausgetauscht hat. Während nämlich seine Spielerinnen flink und agil über die Platte huschten und uns dabei ein Tor nach dem anderen einschenkten, waren meine Mädels in kollektiven Tiefschlaf verfallen. Auch nach Verabreichung einer erneuten Dosis während der Auszeit war keinerlei Wille erkennbar, das Spiel in irgendeiner Weise zu drehen oder zumindest positiv zu beeinflussen. So verloren wir dieses Spiel völlig verdient und zudem sehr deutlich mit 5:10, wobei unsere Gegner aufgrund der hohen Führung bis zum Schluss in Unterzahl spielten (was aber auch keinen Unterschied machte).

Vor dem letzten Spiel kontaktierte ich dann den Apotheker meines Vertrauens, der die Mädels mit einem leistungssteigernden Cocktail wieder auf Spur brachte. Derart gestärkt und voller neuem Selbstvertrauen hatten uns die Pfeffis nichts entgegenzusetzen, und wir gewannen ungefährdet und in Unterzahl aufgrund hoher Führung mit 10:8.

Es spielten: Lina, Carla, Merit, Hannah, Marika und Mona (im Tor). Außerdem halfen aus: Kia, Nina und Paulina (BSV92) und Jasmin (Füchse), vielen Dank dafür!

Fazit:
Offenbar brauchen die Mädels an jedem Spieltag zwischendurch mal ein fünfzehnminütiges Powernapping, sprich ein Spiel, das sie komplett in den Sand setzen. Ansonsten haben sie mal wieder schönen Handball gezeigt, mit guter, ballorientierter Abwehrarbeit und schnellem, zielgerichtetem Spiel auf das gegnerische Tor. Besonders hervorheben möchte ich diesmal Carla und Lina, die beide für ihre Verhältnisse herausragend gespielt haben, und bei denen ein deutlicher Leistungssprung erkennbar war!

Klarstellung:
Selbstverständlich verabreichen wir unseren Kindern keinerlei leistungssteigernden Medikamente oder andere berauschende Substanzen! Auch werden bei uns keine Kinder vernascht, aufgegessen oder sonst wie angeknabbert! Und niemals und unter gar keinen Umständen würde ich Alf vom BSV92 irgendeiner Manipulation, welcher Art auch immer, bezichtigen! Diese Metaphern, und nur darum handelt es sich, wählte ich ausschließlich zur Unterhaltung der werten Leserschaft! In diesem Sinne…